GRC-Software steht für Governance, Risk und Compliance. Wenn ESG in dieses System einzieht, wird Nachhaltigkeit Teil der regulären Risiko- und Kontrollarchitektur. Diese Seite erklärt, was die Disziplin leistet, welche Funktionen zählen, was die Praxis lehrt und welche 6 Anbieter dieser Disziplin im Navigator vertreten sind.
GRC steht für Governance, Risk und Compliance, also Unternehmensführung, Risikomanagement und Regelkonformität. In dieser Disziplin ist ESG kein eigenes Werkzeug, sondern ein Modul der GRC-Plattform. Der Vorteil: Nachhaltigkeitsrisiken, Kontrollen und Audits laufen im selben System wie alle anderen Unternehmensrisiken, mit denselben Rollen, Workflows und Berichtswegen.
Diese Disziplin behandelt ESG als Risiko- und Kontrollthema. Drei Leistungen stehen im Zentrum.
Sie erfasst Nachhaltigkeitsrisiken nach denselben Maßstäben wie andere Unternehmensrisiken und macht sie im Gesamtbild vergleichbar.
Sie hinterlegt Kontrollen und Verantwortliche für ESG-Themen, sodass Pflichten nicht in Tabellen verloren gehen.
Sie steuert interne Audits und legt Nachweise revisionssicher ab, was bei der externen Prüfung des Nachhaltigkeitsberichts hilft.
Eine GRC-Plattform mit ESG-Bezug deckt sechs Funktionsbereiche ab.
Ein zentrales Verzeichnis aller Risiken, in das ESG-Risiken gleichwertig einfließen.
Kontrollen, Verantwortliche und Testzyklen werden definiert und überwacht.
Verwaltung von Richtlinien, Freigaben und der Bestätigung durch die Beschäftigten.
Planung, Durchführung und Nachverfolgung interner Prüfungen, auch zu Nachhaltigkeitsthemen.
Aufgaben, Fristen und Eskalationswege sorgen dafür, dass Befunde bearbeitet werden.
Risiko- und Compliance-Lage werden für Vorstand und Aufsichtsgremien aufbereitet.
Aus GRC-Projekten mit ESG-Bezug lassen sich klare Muster ablesen.
Wer bereits eine GRC-Plattform nutzt, bekommt ESG-Risiken mit vertrauten Workflows und ohne ein zweites System.
GRC-Software steuert Risiken und Kontrollen. Für den formatierten Nachhaltigkeitsbericht braucht es meist zusätzlich eine Reporting-Lösung.
Ein Risikoregister ist nur so gut wie seine Aktualität. Ohne klare Verantwortliche veraltet auch das beste System.
Der größte Hebel ist nicht eine Zusatzfunktion, sondern klar zugewiesene Verantwortung für jedes ESG-Risiko.
6 Anbieter aus dem Navigator haben ihren Schwerpunkt in GRC, Risiko und Audit. Die Übersicht ordnet sie nach Fokus und typischer Eignung.
| Anbieter | Schwerpunkt | Typische Eignung |
|---|---|---|
| Diligent ESG | ESG im Governance- und GRC-Verbund | Größere Unternehmen, Aufsichtsgremien |
| OneTrust | ESG-Management in der GRC-Plattform | Mittlere bis große Unternehmen |
| LogicGate | Risiko- und Compliance-Workflows | Mittlere bis große Unternehmen |
| AuditBoard | Audit, Risiko und Compliance | Interne Revision und Risikoteams |
| NAVEX | GRC und Ethik-Compliance | Mittlere bis große Unternehmen |
| Alyne | Strukturierte Risikobewertung | Risikofunktionen, DACH-Raum |
Diese fünf Kriterien helfen, im GRC-Segment die passende Lösung zu finden.
Wie gut bildet die Plattform Nachhaltigkeitsrisiken und ihre Besonderheiten ab, über ein generisches Risikofeld hinaus?
Nutzen Sie bereits eine GRC-Plattform? Dann liegt deren ESG-Modul nahe. Sonst zählt die Gesamtlösung.
Lassen sich Prozesse, Rollen und Eskalationen an Ihre Organisation anpassen?
Sind die Prüf- und Nachweisfunktionen stark genug für die externe Testierung?
Wie gut bereitet das System die Lage für Vorstand und Aufsichtsgremien auf?
Die Übersicht zeigt das Feld. Welche der 6 Lösungen zu Ihrem Unternehmen passt, hängt von der bestehenden Systemlandschaft, der Unternehmensgröße und dem Reifegrad ab.
Sie kennen jetzt die Disziplin GRC. Den passenden Anbieter finden Sie am schnellsten über das Matching. Es vergleicht Ihr Unternehmensprofil mit dem Markt und liefert eine fundierte Empfehlung.
