ESG-Software TCO-Rechner 2026

ESG-Software TCO-Rechner: alle sechs Kostenblöcke in einer Zahl

Die Lizenz ist der kleinste Posten. Wer ESG-Reporting nur nach Softwarepreis budgetiert, plant an rund neunzig Prozent der Kosten vorbei. Dieser Rechner zeigt Ihnen Lizenz, Implementierung, internen Personalaufwand, externe Beratung, Wirtschaftsprüfer-Assurance und Datenbankgebühren über fünf Jahre.

Kalibriert auf die Ist-Kosten von 106 Berichtserstellern aus der EFRAG-Kosten-Nutzen-Analyse, auf veröffentlichte Listenpreise und auf reale Vertragsdaten. Rechtsstand: Richtlinie (EU) 2026/470 vom 24. Februar 2026 und der am 3. Juli 2026 angenommene delegierte Rechtsakt zu den überarbeiteten ESRS.

6
Kostenblöcke im Rechner statt nur Lizenz und Implementierung
Find Your ESG 2026
10,6 %
Anteil der IT- und Softwarekosten an den CSRD-Gesamtkosten bei Konzernen, 3,5 Prozent im Mittelstand
EFRAG Cost-Benefit-Analyse 12/2025
287T €
Median-Gesamtkosten im ersten CSRD-Berichtsjahr bei Unternehmen unter 10.000 Beschäftigten
EFRAG 12/2025, n=106 mit Kostendaten
50 %
Anteil der Prüfungskosten an den Gesamtkosten großer Berichtsersteller. Der teuerste Posten ist nicht die Software
EFRAG 12/2025
Anbieterneutral Quellen offengelegt Rechenmodell offengelegt Stand August 2026 Ohne Registrierung
Kostenanatomie

Warum die Lizenzfrage die falsche Frage ist

Im Dezember 2025 hat EFRAG erstmals belastbare Ist-Kosten der CSRD-Erstberichterstattung veröffentlicht. 106 Unternehmen legten offen, was das erste Berichtsjahr tatsächlich gekostet hat, aufgeschlüsselt nach Kostenblock. Das Ergebnis widerspricht der üblichen Budgetlogik fundamental.

Bei Unternehmen unter 10.000 Beschäftigten machten externe IT- und Softwarekosten 10.000 Euro von 287.000 Euro Gesamtkosten aus, also 3,5 Prozent. Bei Konzernen über 10.000 Beschäftigten waren es 210.000 Euro von 1,97 Millionen Euro, also 10,6 Prozent. Der größte Einzelposten ist in beiden Gruppen die Prüfung, gefolgt vom internen Personalaufwand.

Kostenblock im ersten Berichtsjahr Unter 10.000 Beschäftigte Über 10.000 Beschäftigte Anteil klein / groß
Interne KostenPersonalaufwand für Datenerhebung, Wesentlichkeitsanalyse, Berichterstellung. 2,0 beziehungsweise 8,3 Vollzeitäquivalente. 130.000 € 540.000 € 45 % / 27 %
Externe BeratungWesentlichkeitsanalyse, Gap-Analyse, ESRS-Implementierung, THG-Bilanzierung. 40.000 € 390.000 € 14 % / 20 %
Externe IT und SoftwareZusätzliche IT-Kosten speziell für die ESRS-Umstellung, nicht der gesamte Softwarestack. 10.000 € 210.000 € 3,5 % / 10,6 %
Prüfungshonorar externLimited Assurance durch den Wirtschaftsprüfer. 100.000 € 800.000 € 35 % / 41 %
Interner PrüfungssupportEigene Arbeitszeit für die Prüfungsbegleitung, 0,2 beziehungsweise 3,1 Vollzeitäquivalente. 15.000 € 200.000 € 5 % / 10 %
Gesamt Jahr 1Median der befragten Wave-1-Ersteller für das Geschäftsjahr 2024. 287.000 € 1.972.000 € 100 %

Was daraus für Ihr Budget folgt

Erstens: Ein Anbietervergleich, der nur Lizenzpreise gegenüberstellt, vergleicht den kleinsten Kostenblock. Entscheidend ist, wie stark ein System den internen Aufwand und die Prüfungsvorbereitung senkt. Ein System, das 20.000 Euro mehr kostet, aber 60 Personentage spart, ist bei 400 Euro Tagessatz um 4.000 Euro günstiger.

Zweitens: Etwa die Hälfte der internen wie externen Kosten ist laut EFRAG wiederkehrend. Jahr 2 kostet nicht 30 Prozent von Jahr 1, sondern eher 60 bis 70 Prozent, weil Prüfung und Datenerhebung dauerhaft anfallen. Deshalb rechnet dieser Rechner über fünf Jahre.

Drittens: Die Kosten sinken durch die überarbeiteten ESRS spürbar. Der delegierte Rechtsakt vom 3. Juli 2026 streicht 61 Prozent der verpflichtenden Datenpunkte. EFRAG erwartet daraus 3,7 Milliarden Euro Einsparung EU-weit zwischen 2027 und 2031, im Median 20 Prozent je Unternehmen.

Interaktiver TCO-Rechner

Ihr ESG-Budget über fünf Jahre, nicht nur die Lizenz

Der Rechner bildet alle sechs Kostenblöcke ab, die ein ESG-Reporting real verursacht: Lizenz, Implementierung, internen Personalaufwand, externe Beratung, Wirtschaftsprüfer-Assurance und Datenbank- beziehungsweise Ratinggebühren. Jede Eingabe wirkt sofort auf das Ergebnis.

Kalibriert auf die EFRAG-Kosten-Nutzen-Analyse vom Dezember 2025, in der 106 Berichtsersteller ihre tatsächlichen Kosten des ersten CSRD-Berichtsjahres offengelegt haben, sowie auf veröffentlichte Listenpreise und reale Vertragsdaten aus dem Beschaffungsmarkt.

01 · Unternehmen
Jede zusätzliche Gesellschaft erhöht Lizenz und Implementierung degressiv, weil Konsolidierung, Mandantentrennung und Rollenkonzept aufwendiger werden.
02 · Berichtsrahmen
Pflicht besteht nach Richtlinie (EU) 2026/470 erst ab mehr als 1.000 Beschäftigten und mehr als 450 Mio. Euro Nettoumsatz. Darunter berichten Unternehmen freiwillig, meist auf Druck von Kunden, Banken oder Ausschreibungen.
03 · Fachliche Module
Portalplatz, Onboarding und Nachfassen kosten pro Lieferant und Jahr real Geld. Der Rechner setzt 18 Euro je Lieferant und Jahr an, gedeckelt bei 3.000 Lieferanten.
04 · Interner Aufwand und Annahmen
400 €
Vollkosten je Personentag inklusive Lohnnebenkosten und Gemeinkosten. 400 Euro entsprechen rund 88.000 Euro Jahresvollkosten je Vollzeitkraft.
5,0 %
Marktbeobachtungen nennen 5 bis 10 Prozent Uplift pro Verlängerung. Ohne Preisgleitklausel im Vertrag ist das der am häufigsten übersehene Posten im Mehrjahresbudget.
Rahmen wird berechnet

Basis
0 €
Jahr 1
Realistisch
0 €
Jahr 1
Konservativ
0 €
Jahr 1
Softwarelizenz Jahr 10 €
Implementierung, einmalig0 €
Interner Aufwand0 €
Externe Beratung0 €
Prüfung, Erstjahr0 €
Datenbanken und Meldegebühren0 €
Summe Jahr 10 €
Laufend ab Jahr 20 €
Davon reine Lizenz ab Jahr 20 €
TCO 3 Jahre
0 €
inklusive Preissteigerung
TCO 5 Jahre
0 €
inklusive Preissteigerung
Softwareanteil am TCO
0 %
Rest sind Menschen und Prüfung
Alternative ohne Software, 5 Jahre
0 €
Tabellenkalkulation statt System
Was die anderen Berichtsrahmen kosten würden, 5 Jahre
Voluntary Standard, Basic0 €
Voluntary Standard, Comprehensive0 €
ESRS freiwillig, ohne Testat0 €
CSRD-Pflicht mit Assurance0 €

Modellrechnung von Find Your ESG. Ankerwerte aus der EFRAG-Kosten-Nutzen-Analyse zu den geänderten ESRS vom Dezember 2025, aus veröffentlichten Listenpreisen und aus realen Vertragsdaten. Ersetzt kein individuelles Angebot. Vollständige Herleitung im Abschnitt Rechenmodell weiter unten sowie auf ESG-Software Kosten 2026.

Rechenmodell offengelegt

Jede Formel, jeder Ankerwert, jede Quelle

Die meisten Kostenrechner im Netz sind Blackboxen mit drei Größenklassen und einem Aufschlag. Dieser hier legt offen, wie er rechnet, damit Sie die Zahlen prüfen, kritisieren und in Ihrer eigenen Kalkulation nachbauen können.

Alle Ankerwerte stammen aus benannten Quellen mit Jahresangabe. Wo keine belastbare Quelle existiert, steht das ausdrücklich dabei.

Schritt 01

Effektive Unternehmensgröße statt reiner Kopfzahl

Mitarbeiterzahl allein bildet die Komplexität eines ESG-Reportings schlecht ab. Ein Handelshaus mit 300 Beschäftigten und 900 Millionen Euro Umsatz hat mehr Wirtschaftstätigkeiten, mehr Taxonomie-KPI und mehr Lieferantenbeziehungen als ein Pflegedienst mit 3.000 Beschäftigten und 200 Millionen Euro Umsatz.

MAeq = Umsatz in Mio. € × 5 MAeff = MA^0,75 × MAeq^0,25 begrenzt auf 0,55 bis 2,2 × MA

Der Faktor 5 entspricht einem Referenzumsatz von 200.000 Euro je Beschäftigtem. Die Gewichtung 75 zu 25 sorgt dafür, dass die Kopfzahl dominiert, der Umsatz aber spürbar wirkt. Das behebt eine Schwäche vieler Rechner, in denen das Umsatzfeld nur eine Schwelle schaltet und sonst wirkungslos bleibt.

Schritt 02

Lizenzkurve aus elf Ankerpunkten

Statt drei Preisstufen mit Sprüngen an den Grenzen interpoliert der Rechner logarithmisch zwischen elf Ankerpunkten. Die Kurve ist damit stetig, es gibt keinen künstlichen Preissprung bei genau 250 oder 1.000 Beschäftigten.

MAeffMedian-Jahreslizenz
10800 €
501.800 €
2506.500 €
1.00025.000 €
5.00080.000 €
25.000195.000 €

Belegt durch die veröffentlichten Staffeln von ESG Lift (590 bis 1.590 €), CSRD Easy (490 bis 2.490 €) und multiplye (1.999 €) im unteren Bereich sowie durch reale Vertragsdaten der Beschaffungsplattform Vendr im oberen Bereich: Workiva Median 49.957 US-Dollar aus 160 Käufen, Watershed Median 70.031 US-Dollar. Obergrenze verankert an Salesforce Net Zero Cloud mit 210.000 Euro pro Organisation und Jahr, dem einzigen großen Anbieter mit öffentlichem Enterprise-Listenpreis.

Schritt 03

Berichtsrahmen als Preistreiber

Nicht die Größe entscheidet über die Kosten, sondern der Berichtsrahmen. Ein Voluntary-Standard-Basisbericht und ein testierter ESRS-Bericht sind unterschiedliche Produkte, keine Größenvarianten desselben Produkts.

RahmenLizenzfaktorBasis-Personentage
VS Basic (B1–B11)0,5012 PT
VS Comprehensive (C1–C9)0,7830 PT
ESRS freiwillig0,95110 PT
CSRD-Pflicht1,10260 PT

Die Personentage skalieren mit MAeff hoch 0,35 bis 0,50. Ankerpunkt ist die EFRAG-Erhebung: 2,2 Vollzeitäquivalente für einen CSRD-Erstbericht bei Unternehmen unter 10.000 Beschäftigten, 11,4 bei größeren. Die Werte für die freiwilligen Rahmen sind an Praxisdaten für VSME-Berichte angelehnt, 8 bis 15 Personentage für das Basis-Modul, 20 bis 30 für das umfassende Modul.

Schritt 04

Implementierung, Module und Standorte

Implementierung = Basislizenz × f × Reife × Branche × (1 + Modulzuschlag) × Standortfaktor mit f = 0,35 … 0,80 (degressiv über MAeff)

Die Implementierung liegt damit zwischen 35 und 80 Prozent einer Jahreslizenz, bei niedriger Datenreife bis zum 1,35-fachen davon. Marktbeobachtungen nennen 30 bis 50 Prozent Aufschlag auf die Softwarekosten im ersten Jahr und 2.000 bis 20.000 Euro absolute Onboarding-Kosten.

Standortfaktor Lizenz = 1 + 0,22 × ln(n), max 1,65 Standortfaktor Impl. = 1 + 0,32 × ln(n), max 2,00

Degressiv statt linear, weil die zweite Gesellschaft im Konsolidierungskreis deutlich mehr Aufwand verursacht als die fünfzehnte. Modulzuschläge sind auf 45 Prozent Lizenz und 70 Prozent Implementierung gedeckelt, weil sich Scope 3 und Lieferkette inhaltlich überschneiden und Anbieter Bundles rabattieren.

Schritt 05

Prüfungshonorar, der teuerste Block

Assurance = 100.000 € × (MAeff / 3.000)^1,096 Erstjahr = Assurance × 1,30

Zwei Stützpunkte aus der EFRAG-Erhebung spannen die Kurve auf: 100.000 Euro externes Prüfungshonorar bei Unternehmen unter 10.000 Beschäftigten, 800.000 Euro bei Konzernen darüber. Der Erstjahresaufschlag von 30 Prozent folgt der Beobachtung, dass Erstprüfungen rund ein Drittel teurer sind als Folgeprüfungen.

Wichtig: Das Prüfungshonorar hat nichts mit dem Softwarepreis zu tun. Ein verbreiteter Modellfehler ist, Assurance als Prozentsatz der Jahreslizenz anzusetzen. Ein Wirtschaftsprüfer rechnet nach Stunden und Prüfungsrisiko, nicht nach Ihrem Softwarevertrag.

Assurance fällt nur bei CSRD-Pflicht automatisch an. Wer freiwillig ein Testat für Banken oder Ausschreibungen beauftragt, kann das im Rechner zuschalten, angesetzt mit 30 Prozent des Pflichthonorars.

Schritt 06

Drei Szenarien, blockweise statt pauschal

Ein pauschaler Aufschlag von 30 oder 60 Prozent auf alles ist bequem, aber falsch. Eine verhandelte Lizenz weicht selten um 60 Prozent ab, ein Implementierungsprojekt sehr wohl. Deshalb bekommt jeder Block eine eigene Unsicherheitsspanne.

BlockRealistischKonservativ
Lizenz+8 %+20 %
Implementierung+30 %+70 %
Interner Aufwand+25 %+55 %
Externe Beratung+25 %+60 %
Prüfung+15 %+40 %
Datenbanken+10 %+25 %

Für die Folgejahre setzt der Rechner an: interner Aufwand 60 Prozent, externe Beratung 45 Prozent des Erstjahreswerts. Beides folgt der EFRAG-Beobachtung, dass interne Kosten um rund 40 Prozent und externe Beratung um 50 bis 70 Prozent sinken, Prüfung dagegen kaum.

Quellen des Rechenmodells
  1. EFRAG, Cost-benefit Analysis on Draft Amended ESRS, Dezember 2025. 170 Antworten, davon 106 mit quantitativen Kostendaten, zusätzlich 32 Interviews. Kostenbasis: Ist-Kosten der Erstberichterstattung für das Geschäftsjahr 2024. efrag.org
  2. Salesforce, Net Zero Cloud Editions and Pricing 2026, Growth Edition 210.000 Euro je Organisation und Jahr. salesforce.com
  3. Microsoft, Sustainability Manager Pricing Sheet: Essentials 4.000 US-Dollar, Premium 12.000 US-Dollar je Mandant und Monat. microsoft.com
  4. Vendr Marketplace, reale Vertragsdaten: Workiva Median 49.957 US-Dollar aus 160 Käufen, Spanne 12.596 bis 153.530 US-Dollar; Watershed Median 70.031 US-Dollar. vendr.com
  5. ESG Lift, Preisliste Nachhaltigkeitsbericht 2026: 590, 890 und 1.590 Euro pro Jahr nach Mitarbeiterzahl, ohne Setup-Gebühr. esglift.com
  6. CSRD Easy, Preise 2026: 490, 990 und 2.490 Euro pro Jahr. csrd-easy.de
  7. CDP, Administrationsgebühren 2026 Europa: 2.975 Euro Foundation, 7.200 Euro Enhanced. cdp.net
  8. Envoria, ESG-Software Kosten und Preisfaktoren 2026: 3.000 bis über 40.000 Euro Jahreslizenz nach Größenklasse. envoria.com
  9. BDU, Studie Honorare im Consulting 2025, veröffentlicht 15. Dezember 2025: Tagessatz Analyst 700 Euro, Berater im Mittel 1.300 Euro, Partner 1.600 Euro. bdu.de
  10. Deutscher Bundestag, Regierungsentwurf CSRD-Umsetzungsgesetz, BT-Drucksache 21/1857 vom 29. September 2025: jährlicher Erfüllungsaufwand der Wirtschaft rund 430 Millionen Euro bei bis zu 3.900 erfassten Unternehmen. bundestag.de
Referenztabelle

Was ESG-Software real kostet, nach Größenklasse

Die folgenden Spannen sind der Median über sechs unabhängige Preisquellen, umgerechnet auf reine Jahreslizenz im Basisumfang, also ohne Zusatzmodule und ohne Implementierung. Sie bilden die Ankerkurve des Rechners ab.

Wichtig zur Einordnung: Nur 10 von 28 untersuchten ESG-Plattformen veröffentlichen ihre Preise überhaupt. Der Bruch verläuft exakt an der Segmentgrenze. Alle Anbieter mit Preisseite adressieren KMU bis rund 500 Beschäftigte. Sobald CSRD-Volltiefe, Multi-Entity-Konsolidierung oder Prüfungsfähigkeit gefragt sind, verschwindet der Preis ausnahmslos.

Größenklasse Jahreslizenz, Spanne Median im Rechner Implementierung einmalig Typischer Berichtsrahmen
Bis 50 BeschäftigteSelbstbedienungstools, VSME-Basisbericht, kein Testat 490 – 2.500 € 1.800 € 0 – 3.000 € Voluntary Standard, Basic
50 bis 250 BeschäftigteKMU-Plattform mit CO2-Rechner und Fragebogenanbindung 2.000 – 12.000 € 6.500 € 1.500 – 8.000 € Voluntary Standard, Basic bis Comprehensive
250 bis 1.000 BeschäftigteMittelstandssystem, ERP-Anbindung, mehrere Gesellschaften 10.000 – 50.000 € 25.000 € 8.000 – 35.000 € Voluntary Standard Comprehensive, ESRS freiwillig
1.000 bis 5.000 BeschäftigteKonsolidierung, Audit-Trail, Taxonomie, Scope 3 30.000 – 120.000 € 55.000 € 25.000 – 100.000 € ESRS freiwillig oder CSRD-Pflicht
Über 5.000 BeschäftigteKonzernsuite, Multi-Entity, XBRL-Tagging, Assurance-Readiness 80.000 – 250.000 € 130.000 € 60.000 – 250.000 € CSRD-Vollreporting mit Limited Assurance

Warum diese Tabelle von älteren Angaben abweicht

Frühere Spannen auf dieser Website nannten für Unternehmen bis 250 Beschäftigte 3.000 bis 15.000 Euro Jahreslizenz. Diese Zahl stammte aus einer einzelnen Anbieterquelle. Die Auswertung der veröffentlichten Preislisten zeigt, dass der reale Einstieg deutlich tiefer liegt: 490 Euro bei CSRD Easy, 590 Euro bei ESG Lift, 1.999 Euro bei multiplye. Die Untergrenze wurde entsprechend nach unten korrigiert.

Umgekehrt lag die Obergrenze für Konzerne mit „ab 40.000 Euro“ deutlich zu niedrig. Reale Vertragsdaten und veröffentlichte Enterprise-Listenpreise liegen um ein Vielfaches höher. Beide Korrekturen sind in die Ankerkurve des Rechners eingeflossen.

Diese Tabelle ersetzt die älteren Angaben auf ESG-Software Kosten 2026 und im Hub ESG-Software Vergleiche und Kosten, die derzeit noch abweichende Spannen ausweisen.

Preistransparenz im Markt

Was Anbieter wirklich veröffentlichen

Diese Tabelle enthält ausschließlich Preise, die am 14. August 2026 öffentlich nachprüfbar waren: auf Herstellerpreisseiten, in offiziellen Preisdokumenten oder als reale Vertragsdaten einer Beschaffungsplattform. Kein Wert stammt aus einem Vertriebsgespräch, keiner ist geschätzt.

Die zweite Gruppe zeigt Anbieter, die nachweislich keinen Preis veröffentlichen. Auch das ist eine Information: Wer im DACH-Kernmarkt vergleicht, bekommt bei Envoria, VERSO, Tanso, Cozero, osapiens, Code Gaia, Daato und ClimatePartner keine Zahl ohne Vertriebstermin.

Anbieter Segment Preis pro Jahr Preismodell Belegart
Salesforce Net Zero CloudGrowth Edition
Konzern
210.000 €inkl. 1 CRM-Lizenz
Flat je Organisation Herstellerpreisseite
Microsoft Sustainability ManagerPremium
Konzern
144.000 USD12.000 USD je Monat
Je Mandant, User separat Offizielles Preisdokument
Microsoft Sustainability ManagerEssentials
Gehobener Mittelstand
48.000 USD4.000 USD je Monat
Je Mandant, User separat Offizielles Preisdokument
WatershedCarbon Accounting
Konzern
70.031 USD Median20.619 bis 158.138 USD
Individuell verhandelt Reale Vertragsdaten
WorkivaReporting und Disclosure
Konzern
49.957 USD Median12.596 bis 153.530 USD, n = 160
Individuell, im Mittel 11 % Rabatt Reale Vertragsdaten
EcoVadisRating, Käufersicht
Mittelstand
29.082 USD MedianLieferantensicht 1.080 bis 7.650 €
Nach Unternehmensgröße und Land Reale Vertragsdaten
CDPMeldegebühr Europa 2026
Gebühr, keine Software
2.975 € / 7.200 €Foundation / Enhanced
Je Meldung und Jahr Offizielle Gebührenordnung
CSRD EasyBusiness, 250 bis 500 MA
KMU
2.490 €unbegrenzt User und Standorte, API
Flat nach Mitarbeiterzahl Herstellerpreisseite
multiplyeStandardpaket
KMU
1.999 €Setup und Beratung 5.000 bis 15.000 € einmalig
Flat plus Setup Herstellerpreisseite
ESG LiftMittelstand, 50 bis 250 MA
KMU
1.590 €ausdrücklich ohne Setup-Gebühr
Flat nach Mitarbeiterzahl Herstellerpreisseite
CSRD EasySolo, unter 20 MA
Mikro
490 €1 Standort, 1 User, VSME B1 bis B11
Flat Herstellerpreisseite
EFRAG-Template, DNK-Plattform, ecocockpitöffentlich geförderte Werkzeuge
Mikro bis KMU
0 €kein Audit-Trail, keine Konsolidierung
Kostenlos Betreiberangabe
Envoria, VERSO, Tanso, Cozero, osapiens, Code Gaia, Daato, ClimatePartner, Atlas Metrics, ESG-X, cubemosDACH-Kernanbieter
alle Segmente
keine AngabePreis nur im Vertriebsgespräch
individuell Prüfung 14.08.2026
SAP, IBM Envizi, Greenomy, Sphera, Position Green, Sweepinternationale Anbieter
Mittelstand bis Konzern
keine AngabeIBM veröffentlicht nur die Preismetrik, keine Beträge
individuell Prüfung 14.08.2026

Wie Sie diese Tabelle für Verhandlungen nutzen

Die realen Vertragsdaten sind das stärkste Argument am Tisch. Wenn der Median über 160 abgeschlossene Workiva-Verträge bei rund 50.000 US-Dollar liegt, die Spanne aber bis 153.530 US-Dollar reicht, dann ist ein Angebot am oberen Rand kein Marktpreis, sondern eine Verhandlungsposition. Im Mittel wurden 11 Prozent Rabatt erzielt.

Bei den DACH-Anbietern ohne öffentliche Preise gilt: Fordern Sie eine Aufschlüsselung nach Lizenz, Implementierung, Schulung, Support und Modulen an, bevor Sie über eine Gesamtsumme sprechen. Ein Angebot mit einer einzigen Zahl lässt sich nicht vergleichen und nicht nachverhandeln.

Quellen dieser Tabelle
  1. Salesforce, Net Zero Cloud Editions and Pricing, abgerufen 14.08.2026. salesforce.com
  2. Microsoft, Sustainability Manager Pricing Sheet, offizielles PDF. microsoft.com
  3. Vendr Marketplace, Vertragsdaten Workiva, Watershed und EcoVadis. vendr.com/workiva, vendr.com/watershed
  4. CDP, FAQ Administrationsgebühren 2026. cdp.net
  5. CSRD Easy, Preisseite. csrd-easy.de
  6. ESG Lift, Preisliste Nachhaltigkeitsbericht. esglift.com
  7. IBM, Envizi Pricing: veröffentlicht die Staffelung nach Accounts, jedoch keine Beträge. ibm.com
  8. EcoVadis, Plans and Pricing: fünf Stufen, Preis durchgehend als nicht verfügbar ausgewiesen. ecovadis.com
Module im Rechner

Sechs Module, sechs echte Kostentreiber

Die Zuschläge sind keine runden Marketingzahlen, sondern Erfahrungswerte aus Angebotsvergleichen im Find-Your-Software-Netzwerk. Sie wirken prozentual auf Lizenz und Implementierung, zusätzlich auf den internen Personalaufwand, und sind bei Mehrfachauswahl gedeckelt.

Der Deckel bei 45 Prozent Lizenz und 70 Prozent Implementierung ist kein Rechentrick. Scope 3 und Lieferkettensorgfalt greifen auf dieselbe Lieferantendatenbasis zu, Anbieter rabattieren Bundles, und niemand zahlt für sechs Module den sechsfachen Einzelzuschlag.

Modul 01

Scope-3-Bilanzierung, Screening

Vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette auf Basis von Sekundärdaten und Emissionsfaktoren, ohne Lieferantenbefragung. Der Einstieg in die Kategorien 1 bis 15 des GHG Protocol.

  • Emissionsfaktordatenbank inklusive, rund 1.200 Euro im Jahr
  • Ausgabenbasierte Berechnung aus Kreditorendaten
  • Für Limited Assurance meist ausreichend dokumentierbar
+12 % Lizenz · +15 % Implementierung
Modul 02

Scope 3 mit Primärdaten

Erhebung echter Lieferantendaten über ein Portal statt Hochrechnung aus Ausgaben. Der teuerste Sprung im gesamten Modell, weil nicht die Software, sondern das Onboarding der Lieferanten die Kosten treibt.

  • 18 Euro je Lieferant und Jahr für Portalplatz und Nachfassen
  • Plus 2.500 Euro Basisgebühr für Datenbank und Lieferantenportal
  • Interner Aufwand steigt um bis zu 15 Prozent
+22 % Lizenz · +35 % Implementierung
Modul 03

EU-Taxonomie

Prüfung der Taxonomiefähigkeit und -konformität der Wirtschaftstätigkeiten, Berechnung der Umsatz-, CapEx- und OpEx-Kennzahlen. Seit der Delegierten Verordnung (EU) 2026/73 mit vereinfachten Meldebögen.

  • Datenfelder um 64 Prozent reduziert, von 78 auf 27 Datenpunkte
  • Wesentlichkeitsschwelle 10 Prozent des Umsatzes, CapEx oder OpEx
  • Pflicht nur bei CSRD-Pflicht, darunter freiwilliges Opt-in
+12 % Lizenz · +18 % Implementierung
Modul 04

Lieferketten-Sorgfaltspflichten

Risikoanalyse, Präventionsmaßnahmen und Beschwerdeverfahren. Das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz gilt formal weiter, die BAFA-Berichtsprüfung ist seit dem 7. November 2025 jedoch vollständig eingestellt.

  • CSDDD nach Omnibus I erst ab 5.000 Beschäftigten und 1,5 Mrd. Euro
  • Erste Anwendung der CSDDD am 26. Juli 2029
  • Kernpflichten aus dem LkSG bleiben bis zur Neuregelung bestehen
+18 % Lizenz · +25 % Implementierung
Modul 05

EHS, Arbeitsschutz und Gefahrstoffe

Digitale Gefährdungsbeurteilungen, Gefahrstoffkataster, Unterweisungsmanagement und Unfallstatistik. Speist gleichzeitig die ESRS-Angaben zu Gesundheit und Sicherheit.

  • Häufig eigenständiger Anbieter statt Modul der ESG-Suite
  • Doppelnutzen, weil ohnehin gesetzlich geführte Daten anfallen
  • Bei Produktion und Bau meist der schnellste Amortisationsfall
+15 % Lizenz · +20 % Implementierung
Modul 06

CBAM und Ratinganbindung

Zwei kleinere, aber häufig übersehene Blöcke. CBAM verlangt Quartalsmeldungen zu eingebetteten Emissionen importierter Waren. Die Ratinganbindung bedient EcoVadis, CDP und Kundenfragebögen aus derselben Datenbasis.

  • CBAM: +8 Prozent Lizenz, +10 Prozent Implementierung
  • Rating: +6 Prozent Lizenz plus 2.975 Euro CDP-Meldegebühr Europa
  • EcoVadis kostet Lieferanten zusätzlich 1.080 bis 7.650 Euro im Jahr
+8 bis 14 % Lizenz · plus feste Gebühren
Vier Musterfälle

Vier Unternehmen, einmal durchgerechnet

Alle Zahlen stammen aus dem Rechner oben im Basisszenario, sind also reproduzierbar. Geben Sie dieselben Werte ein und Sie erhalten dieselben Ergebnisse. Der Wert in Klammern hinter der Fünfjahressumme zeigt jeweils das realistische Szenario.

Fall 1 · Voluntary Standard Basic

Handelsunternehmen mit 45 Beschäftigten

9 Mio. € Umsatz · 1 Standort · Handel und Logistik · Daten in Excel · kein Scope 3 · keine Beratung · Tagessatz 400 €
Softwarelizenz Jahr 1900 €
Implementierung500 €
Interner Aufwand, 12 Personentage4.900 €
Beratung, Prüfung, Gebühren0 €
Jahr 16.300 €
Laufend ab Jahr 23.800 €
TCO fünf Jahre22.200 € (27.100 €)

Die Software macht 14 Prozent aus, die eigene Arbeitszeit 78 Prozent. Wer hier nur den Lizenzpreis von 900 Euro budgetiert, unterschätzt die Belastung um den Faktor sieben. Genau das passiert in Kalkulationen, die interne Personentage mit null Euro bewerten.

Fall 2 · Voluntary Standard Comprehensive

Maschinenbauer mit 400 Beschäftigten

90 Mio. € Umsatz · 3 Standorte · Fertigung · teilweise strukturierte Daten · Scope-3-Screening · punktuelle Beratung · Tagessatz 400 €
Softwarelizenz Jahr 112.900 €
Implementierung8.800 €
Interner Aufwand, 47 Personentage18.800 €
Externe Beratung5.700 €
Emissionsfaktordatenbank1.200 €
Jahr 147.300 €
Laufend ab Jahr 227.900 €
TCO fünf Jahre165.800 € (195.100 €)

Der klassische Mittelstandsfall. Nicht berichtspflichtig, aber von Kunden zur Datenlieferung gedrängt. Software und Implementierung machen 46 Prozent aus, das ist der einzige Fall, in dem die Systemauswahl tatsächlich den größten Hebel darstellt.

Fall 3 · CSRD-Pflicht

Automobilzulieferer mit 1.400 Beschäftigten

520 Mio. € Umsatz · 5 Gesellschaften · Fertigung · Scope 3 mit Primärdaten von 300 Lieferanten · EU-Taxonomie · Vollbegleitung · Tagessatz 450 €
Softwarelizenz Jahr 176.700 €
Implementierung71.800 €
Interner Aufwand, 483 Personentage217.500 €
Externe Beratung62.000 €
Prüfung Erstjahr66.800 €
Datenbank und Lieferantenportal7.900 €
Jahr 1502.700 €
Laufend ab Jahr 2294.400 €
TCO fünf Jahre1,75 Mio. € (2,09 Mio. €)

Beide Pflichtschwellen überschritten, erste Berichtspflicht für das Geschäftsjahr 2027. Der interne Aufwand von 2,2 Vollzeitäquivalenten entspricht exakt dem EFRAG-Median für Erstberichterstatter. Software und Implementierung zusammen: 30 Prozent.

Fall 4 · Konzern mit Volltiefe

Industriekonzern mit 12.000 Beschäftigten

4 Mrd. € Umsatz · 18 Gesellschaften · Energie und Chemie · ERP-integriert · Scope 3 primär mit 2.000 Lieferanten · Taxonomie, Lieferkette, EHS, CBAM · Vollbegleitung · Tagessatz 500 €
Softwarelizenz Jahr 1443.500 €
Implementierung460.200 €
Interner Aufwand, 1.504 Personentage751.800 €
Externe Beratung411.400 €
Prüfung Erstjahr683.300 €
Datenbank und Lieferantenportal38.500 €
Jahr 12,79 Mio. €
Laufend ab Jahr 21,64 Mio. €
TCO fünf Jahre9,79 Mio. € (11,54 Mio. €)

Fünf Module gleichzeitig, deshalb greift der Zuschlagsdeckel. Zum Vergleich: EFRAG erhob für Konzerne über 10.000 Beschäftigte Median-Gesamtkosten von 1,97 Mio. Euro im Erstjahr. Die Differenz erklärt sich durch den vollständigen Softwarestack, den EFRAG nicht misst, und durch die hier gewählte Volltiefe.

Der teuerste Schritt ist der über die Pflichtschwelle

Zwischen Fall 2 und Fall 3 liegen 1.000 Beschäftigte, aber Faktor elf beim Fünfjahres-TCO. Nur ein Bruchteil davon entfällt auf Software. Den Sprung verursachen die ESRS-Berichtstiefe mit dem daraus folgenden internen Aufwand und das Prüfungshonorar, das es unterhalb der Schwelle schlicht nicht gibt.

Für Unternehmen zwischen 700 und 1.000 Beschäftigten mit 300 bis 450 Millionen Euro Umsatz ist das planungsrelevant. Der Rechner blendet in diesem Bereich automatisch einen Hinweis mit dem Vergleichswert bei Pflichteintritt ein.

Grenzen des Modells

Was der Rechner bewusst nicht abbildet

Ein Rechner, der alles behauptet zu können, ist unseriös. Die folgenden sechs Blöcke sind real und teilweise erheblich, lassen sich aber nicht aus drei Zahlen ableiten. Sie gehören in Ihre Kalkulation, nicht in dieses Modell.

Block 01
6 – 20 T€

Doppelte Wesentlichkeitsanalyse

Der erste große Posten und der einzige, für den es einen offiziellen Preisanker gibt. EFRAG beziffert die Ersparnis durch die Streichung der Wesentlichkeitsanalyse im überarbeiteten Voluntary Standard auf 6.000 bis 20.000 Euro je Ersteller.

  • Für CSRD-Pflichtige bleibt sie verpflichtend
  • Neu top-down auf Themenebene statt je Datenpunkt
  • Typisch 20 Beratertage, bei BDU-Sätzen 14.000 bis 32.000 Euro
Block 02
4 – 12 Mon.

Datenaufbereitung vor dem Go-Live

Kein System liefert Zahlen, die es nicht bekommt. Verbrauchsdaten aus Zählern, Fuhrparkdaten, Abfallmengen, Personalkennzahlen aus mehreren Systemen: Diese Arbeit fällt vor der Softwareeinführung an und ist von der Systemwahl weitgehend unabhängig.

  • Bei Datenreife „Excel“ setzt der Rechner pauschal 35 Prozent Aufschlag an
  • Der reale Aufwand streut um ein Vielfaches
  • Ein Datenkataster vor der Ausschreibung senkt beides deutlich
Block 03
2 – 80 T€

Emissionsfaktordatenbanken

Lizenzen für ecoinvent, GaBi oder vergleichbare Datensätze werden separat berechnet und sind in kaum einem Softwareangebot enthalten. Der Rechner setzt nur eine pauschale Basisgebühr an.

  • Für produktbezogene Ökobilanzen deutlich teurer als für Corporate Carbon Footprints
  • Manche Anbieter bündeln eigene Faktoren, die Prüfer akzeptieren
  • Fragen Sie im Angebot explizit nach Herkunft und Aktualisierungszyklus
Block 04
15 – 40 %

Wechsel- und Exit-Kosten

Die zweite Systemeinführung ist selten billiger als die erste. Historische Daten müssen migriert, Methodenbrüche dokumentiert und Vorjahresvergleiche neu aufgebaut werden. Prüfer verlangen dabei eine lückenlose Herleitung.

  • Datenexport in maschinenlesbarer Form vertraglich zusichern lassen
  • Automatische Vertragsverlängerung und Kündigungsfristen prüfen
  • Mehrjährige Bindung nur gegen fixierte Preisgleitklausel
Block 05
unbez.

Nutzen und Gegenrechnung

Dieser Rechner ist eine reine Kostensicht. Bessere Finanzierungskonditionen, gewonnene Ausschreibungen, identifizierte Energieeinsparungen und vermiedene Doppelarbeit bei Kundenfragebögen stehen auf der anderen Seite und werden hier nicht monetarisiert.

  • Der Excel-Vergleich im Rechner ist die einzige Nutzennäherung
  • Sie beruht auf Zeitersparnis, nicht auf Erlöseffekten
  • Für einen Business Case braucht es unternehmensindividuelle Annahmen
Block 06
bis 50 %

Förderungen und Zuschüsse

Für KMU gibt es Beratungsförderung auf Bundes- und Landesebene, die einen erheblichen Teil der externen Beratungskosten trägt. Der Rechner setzt keine Förderquote an, weil Programme und Quoten regional stark abweichen und sich laufend ändern.

  • Antrag in der Regel vor Auftragsvergabe stellen
  • Softwarelizenzen sind meist nicht förderfähig, Beratung dagegen häufig
  • Prüfen Sie Landesprogramme, sie sind oft großzügiger als Bundesprogramme
Kostenhebel

Acht Hebel, die den Fünfjahres-TCO messbar senken

Sortiert nach Wirkung auf das Gesamtbudget, nicht nach Verhandlungsaufwand. Die ersten drei Hebel wirken auf den internen Aufwand und die Prüfung, also auf die beiden größten Blöcke. Rabattverhandlungen zur Lizenz stehen bewusst weiter hinten.

Hebel Wirkt auf Größenordnung Was konkret zu tun ist
01 · Berichtsrahmen ehrlich festlegenNicht mehr berichten als nötig Alle Blöcke bis 70 % Prüfen Sie, ob Sie wirklich beide Pflichtschwellen überschreiten. Wer freiwillig nach dem Voluntary Standard berichtet statt nach vollen ESRS, spart im Modell den Löwenanteil. Der Value Chain Cap gibt Ihnen zudem das Recht, überschießende Kundenanfragen zurückzuweisen.
02 · Datenkataster vor der AusschreibungErst Daten, dann Software Implementierung, interner Aufwand 20 – 35 % Wer vor der Systemauswahl weiß, welche Kennzahl in welchem Quellsystem liegt, wer sie verantwortet und in welcher Qualität sie vorliegt, verkürzt die Implementierung erheblich. Der Rechner bildet das über den Faktor Datenreife ab: von Excel auf ERP-integriert sind das 41 Prozent weniger Aufwand.
03 · Prüfungsfähigkeit früh mit dem Prüfer klärenVor dem Kauf, nicht nach dem Bericht Prüfung, interner Aufwand 15 – 30 % Erstprüfungen sind rund 30 Prozent teurer als Folgeprüfungen. Ein großer Teil davon entsteht durch Nacharbeit an Audit-Trail, Methodendokumentation und Kontrollnachweisen. Lassen Sie sich vom Wirtschaftsprüfer vor der Systementscheidung sagen, welche Nachweise er sehen will.
04 · Preisgleitklausel begrenzenDer leiseste Kostentreiber Lizenz ab Jahr 2 10 – 25 % Marktüblich sind 5 bis 10 Prozent Uplift je Verlängerung. Über fünf Jahre macht der Unterschied zwischen 3 und 8 Prozent bei 50.000 Euro Jahreslizenz rund 30.000 Euro aus. Verhandeln Sie eine Deckelung an einem Index, nicht am Ermessen des Anbieters.
05 · Modulzuschnitt statt VollausbauKaufen, was Sie im Jahr 1 brauchen Lizenz, Implementierung 10 – 20 % Scope 3 mit Primärdaten im ersten Jahr ist selten nötig. Ein Screening auf Sekundärdatenbasis ist für Limited Assurance meist dokumentierbar. Sichern Sie sich stattdessen den Preis für spätere Module vertraglich, damit der Ausbau nicht zum Nachverhandlungsanlass wird.
06 · Beratungsförderung ausschöpfenNur für KMU, aber wirksam Externe Beratung bis 50 % Bundes- und Landesprogramme fördern Beratungsleistungen für kleine und mittlere Unternehmen anteilig. Softwarelizenzen sind in der Regel nicht förderfähig, Beratung dagegen häufig. Der Antrag muss meist vor der Auftragsvergabe gestellt werden.
07 · Mehrfachnutzung der DatenbasisEin Datensatz, viele Empfänger Interner Aufwand 10 – 20 % Wenn dieselben Daten Bericht, EcoVadis-Rating, CDP-Meldung, Kundenfragebögen und Bankanfragen bedienen, entfällt Mehrfacherfassung. Das ist der stärkste Nutzenhebel im Mittelstand und rechtfertigt oft ein teureres System.
08 · Rabatt und VertragslaufzeitDer letzte, nicht der erste Hebel Lizenz 8 – 15 % Reale Vertragsdaten zeigen im Mittel 11 Prozent verhandelten Rabatt. Mehrjahresbindung bringt zusätzlich Nachlass, erhöht aber die Wechselkosten. Rechnen Sie beides gegeneinander, statt nur auf den Nachlass zu schauen.

Der Rechenweg zum stärksten Hebel

Stellen Sie im Rechner Datenreife von Excel auf ERP-integriert um und beobachten Sie, was mit dem Fünfjahres-TCO passiert. Bei einem Mittelständler mit 400 Beschäftigten sinkt er um mehr als das Doppelte des gesamten Lizenzpreises. Das ist die eigentliche Botschaft dieser Seite: Der größte Kostenhebel liegt nicht im Vertrag, sondern in Ihrer Datenorganisation.

Rechtsstand August 2026

Welche Regel welche Kosten auslöst

Jede Zahl im Rechner hängt an einer Rechtsgrundlage. Diese Übersicht zeigt, welche Rechtsakte final sind, welche noch im Verfahren stehen und was das für Ihr Budget bedeutet. Stand: 14. August 2026.

Die wichtigste Unterscheidung für die Planung: Die EU-Ebene ist weitgehend entschieden, die deutsche Umsetzung nicht. Das CSRD-Umsetzungsgesetz ist zum Stichtag nicht in Kraft, Deutschland befindet sich seit dem 26. September 2024 in einem Vertragsverletzungsverfahren.

Rechtsakt Status Kerninhalt Kostenwirkung
Richtlinie (EU) 2026/470, Omnibus IAmtsblatt 26.02.2026, in Kraft 18.03.2026
final Berichtspflicht nur noch bei mehr als 1.000 Beschäftigten und mehr als 450 Mio. Euro Nettoumsatz, beide Kriterien kumulativ. Kapitalmarktorientierte KMU fallen vollständig heraus. Rund 80 Prozent der bisher erfassten Unternehmen entfallen. In Deutschland statt rund 15.000 nur noch bis zu 3.900 Unternehmen.
Delegierter Rechtsakt überarbeitete ESRSangenommen 03.07.2026, Einspruchsfrist läuft
angenommen 61 Prozent weniger verpflichtende Datenpunkte, 71 Prozent weniger inklusive freiwilliger. Standardumfang von 284 auf 185 Seiten. Top-down-Wesentlichkeit auf Themenebene. EFRAG rechnet mit 3,7 Mrd. Euro Einsparung EU-weit über 2027 bis 2031, im Median 20 Prozent je Unternehmen. Verpflichtend für Geschäftsjahre ab 1. Januar 2027.
Voluntary Standard, ehemals VSMEDelegierter Rechtsakt C(2026) 5011 vom 03.07.2026
angenommen Basic Module B1 bis B11 und Comprehensive Module C1 bis C9 bleiben erhalten. Adressiert alle nicht berichtspflichtigen Unternehmen bis 1.000 Beschäftigte. Keine Wesentlichkeitsanalyse erforderlich. Value Chain Cap: Berichtspflichtige dürfen von geschützten Unternehmen unter 1.000 Beschäftigten nicht mehr verlangen als der Standard vorsieht. Direkt kostensenkend für Zulieferer.
Assurance-RegimeTeil der Richtlinie (EU) 2026/470
final Dauerhaft nur begrenzte Prüfungssicherheit. Die ursprünglich vorgesehene Umstellung auf hinreichende Sicherheit wurde ersatzlos gestrichen. EU-Prüfungsstandard bis 1. Juli 2027. Verhindert eine deutliche Honorarsteigerung. Reasonable Assurance hätte den größten Kostenblock nochmals erhöht.
Delegierte Verordnung (EU) 2026/73, Taxonomiein Kraft 28.01.2026
final Meldebögen von 78 auf 27 Datenpunkte reduziert. Wesentlichkeitsschwelle von 10 Prozent bei Umsatz, CapEx und OpEx. Anwendung rückwirkend ab Geschäftsjahr 2025, mit Wahlrecht zur Verschiebung. Senkt den Aufwand im Taxonomie-Modul, ändert aber nichts an den zugrundeliegenden Berechnungen. Die Entlastung fällt in der Praxis geringer aus als beziffert.
CSDDD nach Omnibus IUmsetzungsfrist 26.07.2028
final Schwellen bei mehr als 5.000 Beschäftigten und mehr als 1,5 Mrd. Euro Umsatz. Risikobasierter Ansatz mit Fokus auf Tier 1. Klimatransitionsplan und harmonisierte zivilrechtliche Haftung gestrichen. Erste Anwendung erst am 26. Juli 2029. Für den Mittelstand mittelfristig irrelevant, mit Ausnahme von Informationsanfragen großer Kunden.
Deutsches CSRD-UmsetzungsgesetzBT-Drucksache 21/1857, Anhörung 13.04.2026
im Verfahren Nicht in Kraft. Bis zur Verkündung gilt weiterhin das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz von 2017 mit der nichtfinanziellen Erklärung ab 500 Beschäftigten und freier Rahmenwerkwahl. Keine gesetzliche ESRS-Pflicht und keine gesetzliche Prüfungspflicht nach CSRD-Maßstab. Wer heute berichtet, tut das faktisch freiwillig oder nach altem Recht.
Deutsches LieferkettensorgfaltspflichtengesetzÄnderungsgesetz im Verfahren
faktisch ausgesetzt Formal weiter in Kraft ab 1.000 Beschäftigten. Das BAFA hat die Prüfung der Unternehmensberichte am 7. November 2025 vollständig eingestellt, eine Einreichung ist nicht mehr möglich. Berichtspflicht de facto ausgesetzt, Kernpflichten zu Risikomanagement und Beschwerdeverfahren bleiben. Budget für reine LkSG-Berichtssoftware ist derzeit schwer zu rechtfertigen.

Was das für Ihre Budgetplanung 2026 und 2027 heißt

Wer die Pflichtschwellen überschreitet, berichtet erstmals für das Geschäftsjahr 2027, veröffentlicht also 2028. Der Aufbau muss 2026 und 2027 laufen, die Kosten fallen entsprechend früher an als der erste Bericht. Der Rechner bildet mit dem Erstjahr genau dieses Aufbaujahr ab.

Wer darunter liegt, hat keinen gesetzlichen Termin, wohl aber Marktdruck. Für diese Gruppe ist der Voluntary Standard mit seinem Value Chain Cap das wirksamste Kosteninstrument, weil er die Anfragen großer Kunden rechtlich begrenzt.

Vom Rechner zum Vertrag

In sechs Schritten vom Budgetrahmen zur Unterschrift

Der Rechner liefert einen Rahmen, kein Angebot. Diese sechs Schritte führen von der Zahl auf dem Bildschirm zu einem belastbaren, vergleichbaren Vertrag. Rechnen Sie mit vier bis zwölf Wochen für den gesamten Auswahlprozess.

01

Berichtsrahmen rechtssicher festlegen

Prüfen Sie beide Schwellen der Richtlinie (EU) 2026/470 für den Konzernabschluss, nicht nur für die einzelne Gesellschaft. Halten Sie das Ergebnis schriftlich fest. Diese eine Entscheidung bestimmt bis zu 70 Prozent des Fünfjahresbudgets.

02

Datenkataster erstellen

Listen Sie je Kennzahl das Quellsystem, den Verantwortlichen, die Erhebungsfrequenz und die aktuelle Datenqualität auf. Diese Tabelle ist die wertvollste Vorarbeit überhaupt und wird später Anlage zur Ausschreibung.

03

Wirtschaftsprüfer vorab einbinden

Fragen Sie vor der Systementscheidung, welche Nachweise, Kontrollen und Methodendokumentationen er für die begrenzte Prüfungssicherheit sehen will. Nacharbeit nach dem ersten Bericht ist der teuerste Weg.

04

Markt anbieterneutral screenen

Der ESG-Markt umfasst deutlich über hundert Systeme in sechs Disziplinen. Reduzieren Sie auf drei bis fünf Kandidaten anhand von Berichtsrahmen, Konsolidierungsfähigkeit, Schnittstellen und Prüfungsfähigkeit, nicht anhand von Anbieterbekanntheit.

05

Angebote aufgeschlüsselt anfordern

Verlangen Sie getrennte Positionen für Lizenz, Implementierung, Schulung, Support, Module und Schnittstellen sowie eine verbindliche Aussage zur jährlichen Preisanpassung. Ein Angebot mit einer einzigen Summe ist nicht vergleichbar.

06

Pilot mit echten Daten fahren

Vier bis acht Wochen mit einem realen Datensatz aus dem letzten Geschäftsjahr, nicht mit Demodaten. Testen Sie Import, Konsolidierung, Audit-Trail und Export. Erst danach unterschreiben, mit fixierter Preisgleitklausel und zugesichertem Datenexport.

Häufige Fragen

Fragen zum ESG-Software TCO-Rechner

Sechzehn Antworten zu Rechenweg, Datenbasis, Rechtslage und Belastbarkeit der Ergebnisse. Jede Antwort ist für sich lesbar.

Wie genau ist der ESG-Software TCO-Rechner

Der Rechner liefert einen Budgetrahmen mit einer typischen Streuung von plus minus 30 Prozent, kein Angebot. Er ist auf die EFRAG-Kosten-Nutzen-Analyse vom Dezember 2025 kalibriert, in der 106 Berichtsersteller ihre tatsächlichen Kosten des ersten CSRD-Berichtsjahres offengelegt haben, sowie auf veröffentlichte Listenpreise und reale Vertragsdaten. Für die Budgetplanung und für die Bewertung eingehender Angebote reicht das. Für eine Investitionsentscheidung brauchen Sie mindestens drei aufgeschlüsselte Angebote.

Warum ist der Rechner teurer als ältere Kostenangaben auf dieser Website

Weil er sechs statt zwei Kostenblöcke rechnet. Ältere Kalkulationen bewerteten den internen Personalaufwand mit null Euro und blendeten die Wirtschaftsprüfer-Assurance aus. Nach der EFRAG-Erhebung machen genau diese beiden Blöcke zusammen 65 bis 78 Prozent der realen Gesamtkosten aus. Wer sie weglaesst, rechnet ein Zehntel der Wahrheit.

Was kostet ESG-Software bei 250 Mitarbeitern konkret

Die reine Jahreslizenz liegt bei einem Unternehmen mit 250 Beschäftigten je nach Berichtsrahmen zwischen 3.000 und 12.000 Euro, im Median bei rund 6.500 Euro. Dazu kommen 3.000 bis 10.000 Euro einmalige Implementierung. Der größere Posten ist der interne Aufwand: rund 30 Personentage für einen Bericht nach dem umfassenden Modul des Voluntary Standard, bei 400 Euro Tagessatz also 12.000 Euro. Gesamtkosten im ersten Jahr typischerweise 24.000 bis 32.000 Euro.

Ab wann ist mein Unternehmen CSRD-berichtspflichtig

Nach Richtlinie (EU) 2026/470, im Amtsblatt am 26. Februar 2026 veröffentlicht und seit dem 18. März 2026 in Kraft, besteht die Pflicht nur bei mehr als 1.000 Beschäftigten im Jahresdurchschnitt und mehr als 450 Millionen Euro Nettoumsatz. Beide Kriterien müssen kumulativ erfüllt sein. Die Bilanzsumme spielt als eigenständiges Größenkriterium keine Rolle mehr. Kapitalmarktorientierte kleine und mittlere Unternehmen sind vollständig aus dem Anwendungsbereich gestrichen. Erste Anwendung für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2027.

Gilt in Deutschland schon die neue Rechtslage

Nein. Das deutsche CSRD-Umsetzungsgesetz ist zum 14. August 2026 nicht in Kraft. Der Regierungsentwurf liegt als Bundestagsdrucksache 21/1857 vor, die öffentliche Anhörung im Rechtsausschuss fand am 13. April 2026 statt. Bis zur Verkündung gilt weiterhin das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz von 2017 mit der nichtfinanziellen Erklärung ab 500 Beschäftigten und freier Rahmenwerkwahl. Eine gesetzliche ESRS-Pflicht und eine gesetzliche Prüfungspflicht nach CSRD-Maßstab bestehen in Deutschland derzeit nicht.

Warum ist die Prüfung teurer als die Software

Weil ein Wirtschaftsprüfer nach Stunden und Prüfungsrisiko abrechnet, nicht nach Ihrem Softwarevertrag. EFRAG erhob für das erste Berichtsjahr externe Prüfungshonorare von 100.000 Euro bei Unternehmen unter 10.000 Beschäftigten und 800.000 Euro bei größeren. Zusammen mit dem internen Prüfungssupport absorbiert die Assurance bei großen Berichtserstellern über 50 Prozent aller Ressourcen. Die Softwarelizenz liegt bei 3,5 bis 10,6 Prozent.

Warum rechnet der Rechner Assurance nicht als Prozentsatz der Lizenz

Weil dieser Zusammenhang nicht existiert. Ein weit verbreiteter Modellfehler ist, das Prüfungshonorar mit 15 bis 25 Prozent der Jahreslizenz anzusetzen. Damit würde ein Unternehmen, das ein günstigeres System wählt, automatisch weniger Prüfungshonorar zahlen, was offensichtlich falsch ist. Dieser Rechner leitet die Assurance stattdessen aus der Unternehmensgröße ab, mit zwei Stützpunkten aus der EFRAG-Erhebung und einem Erstjahresaufschlag von 30 Prozent.

Wirkt der Jahresumsatz überhaupt auf das Ergebnis

Ja, durchgehend. Der Rechner bildet aus Mitarbeiterzahl und Umsatz eine effektive Unternehmensgröße: MAeff gleich Mitarbeiterzahl hoch 0,75 mal Umsatzäquivalent hoch 0,25. Das Umsatzäquivalent ergibt sich aus dem Umsatz in Millionen Euro mal fünf, entsprechend 200.000 Euro Referenzumsatz je Beschäftigtem. Ein umsatzstarkes Handelsunternehmen mit wenig Personal liegt damit höher als ein personalintensiver Dienstleister mit gleicher Kopfzahl. Der Umsatz ist zusätzlich eines der beiden Pflichtkriterien.

Was bedeuten die drei Szenarien Basis, realistisch und konservativ

Basis ist der Modellwert ohne Zuschlag. Realistisch und konservativ legen blockweise unterschiedliche Unsicherheitsspannen darauf, weil sich die Blöcke unterschiedlich verhalten. Eine verhandelte Lizenz weicht selten um mehr als 20 Prozent ab, ein Implementierungsprojekt sehr wohl um 70 Prozent. Konkret: Lizenz plus 8 beziehungsweise 20 Prozent, Implementierung plus 30 beziehungsweise 70 Prozent, interner Aufwand plus 25 beziehungsweise 55 Prozent, Beratung plus 25 beziehungsweise 60 Prozent, Prüfung plus 15 beziehungsweise 40 Prozent. Für die Budgetfreigabe empfiehlt sich das realistische Szenario.

Warum rechnet der Rechner über fünf statt über drei Jahre

Weil die Kosten ab Jahr 2 nicht so stark sinken, wie üblicherweise angenommen. Laut EFRAG ist rund die Hälfte der internen wie externen Kosten wiederkehrend. Die internen Kosten fallen um etwa 40 Prozent, die externe Beratung um 50 bis 70 Prozent, die Prüfungskosten dagegen kaum. Jahr 2 kostet damit realistisch 60 bis 70 Prozent von Jahr 1. Zusammen mit einer jährlichen Preissteigerung von 5 bis 10 Prozent auf die Lizenz zeigt erst der Fünfjahreshorizont die echte Belastung.

Was ist der Voluntary Standard und wie unterscheiden sich Basic und Comprehensive

Der Voluntary Standard, bis 2026 als VSME bezeichnet, ist der freiwillige Berichtsstandard für nicht berichtspflichtige Unternehmen bis 1.000 Beschäftigte. Er wurde am 3. Juli 2026 als delegierter Rechtsakt C(2026) 5011 angenommen. Das Basic Module umfasst elf Angaben von B1 Grundlagen der Erstellung bis B11 Korruption und Bestechung. Das Comprehensive Module ergänzt neun Angaben C1 bis C9 zu Strategie, Klimazielen, Klimarisiken, Menschenrechtsprozessen und Wertschöpfungskettenmanagement. Eine Wesentlichkeitsanalyse ist in beiden Fällen nicht erforderlich.

Was ist der Value Chain Cap und wie senkt er meine Kosten

Der Value Chain Cap begrenzt, welche Informationen berichtspflichtige Unternehmen von ihren Geschäftspartnern verlangen dürfen. Von geschützten Unternehmen mit weniger als 1.000 Beschäftigten darf nicht mehr abgefragt werden, als der Voluntary Standard vorsieht. Überschießende Anfragen können rechtlich zurückgewiesen werden. Wichtig ist die Einschränkung: Der Cap umfasst nur die wesentlichen Datenpunkte nach Anhang II des Rechtsakts. Reduktionsziele, Klimarisiken und vollständige Scope-3-Emissionen liegen außerhalb.

Warum veröffentlichen so wenige Anbieter ihre Preise

Von 28 untersuchten ESG-Plattformen zeigen nur zehn ihre Preise öffentlich. Der Bruch verläuft exakt an der Segmentgrenze: Alle Anbieter mit Preisseite adressieren KMU bis etwa 500 Beschäftigte, wo Selbstbedienung und schnelle Kaufentscheidung funktionieren. Sobald CSRD-Volltiefe, Multi-Entity-Konsolidierung oder Prüfungsfähigkeit gefragt sind, verschwindet der Preis ausnahmslos. Bei den DACH-Kernanbietern Envoria, VERSO, Tanso, Cozero, osapiens, Code Gaia, Daato und ClimatePartner existiert kein einziger öffentlicher Preis.

Lohnt sich ESG-Software gegenüber einer Excel-Lösung

Der Rechner zeigt dazu einen direkten Fünfjahresvergleich. Die Excel-Variante spart Lizenz und Implementierung, kostet dafür 65 bis 85 Prozent mehr interne Personentage und bietet keinen Audit-Trail. Bei kleinen Unternehmen ohne Prüfungspflicht kann Excel über fünf Jahre knapp mithändeln. Sobald mehrere Standorte, mehrere Datenquellen oder eine Prüfung ins Spiel kommen, kippt die Rechnung deutlich zugunsten eines Systems. Der Kipppunkt liegt erfahrungsgemäß zwischen 100 und 250 Beschäftigten.

Welcher Tagessatz ist für den internen Aufwand realistisch

Der Rechner arbeitet mit einem Vollkostensatz je Personentag, voreingestellt auf 400 Euro. Das entspricht rund 88.000 Euro Jahresvollkosten je Vollzeitkraft inklusive Lohnnebenkosten und Gemeinkosten. Für Sachbearbeitung sind 250 bis 350 Euro angemessen, für Fach- und Führungskräfte im Nachhaltigkeits- oder Finanzbereich 450 bis 700 Euro. Zum Vergleich: Externe Beratung kostet nach der BDU-Honorarstudie 2025 im Mittel 1.300 Euro je Beratertag.

Kann ich das Ergebnis für eine Ausschreibung verwenden

Als Budgetrahmen und als Prüfmaßstab für eingehende Angebote ja. Als Leistungsbeschreibung nein. Fordern Sie von jedem Anbieter getrennte Positionen für Lizenz, Implementierung, Schulung, Support, Module und Schnittstellen sowie eine verbindliche Aussage zur jährlichen Preisanpassung. Angebote, die deutlich außerhalb des konservativen Szenarios liegen, sollten Sie sich erklären lassen. Reale Vertragsdaten zeigen im Mittel 11 Prozent verhandelten Rabatt gegenüber dem Erstangebot.

Vom Budgetrahmen zur Shortlist

Sie haben jetzt eine Zahl. Was fehlt, sind die drei bis fünf Systeme, die zu Ihrem Berichtsrahmen, Ihren Schnittstellen und Ihrer Datenlage passen. Der ESG-Navigator gleicht Ihre Anforderungen anbieterneutral gegen den Marktradar ab, in sechs Minuten und ohne Registrierungspflicht.

Methodik und Aktualität: Alle Preisangaben auf dieser Seite stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen mit Jahresangabe oder sind ausdrücklich als Modellrechnung von Find Your ESG gekennzeichnet. Rechtsstand ist der 14. August 2026, berücksichtigt sind die Richtlinie (EU) 2026/470 vom 24. Februar 2026, der delegierte Rechtsakt zu den überarbeiteten ESRS vom 3. Juli 2026, der delegierte Rechtsakt C(2026) 5011 zum Voluntary Standard und die Delegierte Verordnung (EU) 2026/73 zur EU-Taxonomie. Der Rechner ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung und kein individuelles Angebot.