Die Lizenz ist der kleinste Posten. Wer ESG-Reporting nur nach Softwarepreis budgetiert, plant an rund neunzig Prozent der Kosten vorbei. Dieser Rechner zeigt Ihnen Lizenz, Implementierung, internen Personalaufwand, externe Beratung, Wirtschaftsprüfer-Assurance und Datenbankgebühren über fünf Jahre.
Kalibriert auf die Ist-Kosten von 106 Berichtserstellern aus der EFRAG-Kosten-Nutzen-Analyse, auf veröffentlichte Listenpreise und auf reale Vertragsdaten. Rechtsstand: Richtlinie (EU) 2026/470 vom 24. Februar 2026 und der am 3. Juli 2026 angenommene delegierte Rechtsakt zu den überarbeiteten ESRS.
Im Dezember 2025 hat EFRAG erstmals belastbare Ist-Kosten der CSRD-Erstberichterstattung veröffentlicht. 106 Unternehmen legten offen, was das erste Berichtsjahr tatsächlich gekostet hat, aufgeschlüsselt nach Kostenblock. Das Ergebnis widerspricht der üblichen Budgetlogik fundamental.
Bei Unternehmen unter 10.000 Beschäftigten machten externe IT- und Softwarekosten 10.000 Euro von 287.000 Euro Gesamtkosten aus, also 3,5 Prozent. Bei Konzernen über 10.000 Beschäftigten waren es 210.000 Euro von 1,97 Millionen Euro, also 10,6 Prozent. Der größte Einzelposten ist in beiden Gruppen die Prüfung, gefolgt vom internen Personalaufwand.
| Kostenblock im ersten Berichtsjahr | Unter 10.000 Beschäftigte | Über 10.000 Beschäftigte | Anteil klein / groß |
|---|---|---|---|
| Interne KostenPersonalaufwand für Datenerhebung, Wesentlichkeitsanalyse, Berichterstellung. 2,0 beziehungsweise 8,3 Vollzeitäquivalente. | 130.000 € | 540.000 € | 45 % / 27 % |
| Externe BeratungWesentlichkeitsanalyse, Gap-Analyse, ESRS-Implementierung, THG-Bilanzierung. | 40.000 € | 390.000 € | 14 % / 20 % |
| Externe IT und SoftwareZusätzliche IT-Kosten speziell für die ESRS-Umstellung, nicht der gesamte Softwarestack. | 10.000 € | 210.000 € | 3,5 % / 10,6 % |
| Prüfungshonorar externLimited Assurance durch den Wirtschaftsprüfer. | 100.000 € | 800.000 € | 35 % / 41 % |
| Interner PrüfungssupportEigene Arbeitszeit für die Prüfungsbegleitung, 0,2 beziehungsweise 3,1 Vollzeitäquivalente. | 15.000 € | 200.000 € | 5 % / 10 % |
| Gesamt Jahr 1Median der befragten Wave-1-Ersteller für das Geschäftsjahr 2024. | 287.000 € | 1.972.000 € | 100 % |
Erstens: Ein Anbietervergleich, der nur Lizenzpreise gegenüberstellt, vergleicht den kleinsten Kostenblock. Entscheidend ist, wie stark ein System den internen Aufwand und die Prüfungsvorbereitung senkt. Ein System, das 20.000 Euro mehr kostet, aber 60 Personentage spart, ist bei 400 Euro Tagessatz um 4.000 Euro günstiger.
Zweitens: Etwa die Hälfte der internen wie externen Kosten ist laut EFRAG wiederkehrend. Jahr 2 kostet nicht 30 Prozent von Jahr 1, sondern eher 60 bis 70 Prozent, weil Prüfung und Datenerhebung dauerhaft anfallen. Deshalb rechnet dieser Rechner über fünf Jahre.
Drittens: Die Kosten sinken durch die überarbeiteten ESRS spürbar. Der delegierte Rechtsakt vom 3. Juli 2026 streicht 61 Prozent der verpflichtenden Datenpunkte. EFRAG erwartet daraus 3,7 Milliarden Euro Einsparung EU-weit zwischen 2027 und 2031, im Median 20 Prozent je Unternehmen.
Der Rechner bildet alle sechs Kostenblöcke ab, die ein ESG-Reporting real verursacht: Lizenz, Implementierung, internen Personalaufwand, externe Beratung, Wirtschaftsprüfer-Assurance und Datenbank- beziehungsweise Ratinggebühren. Jede Eingabe wirkt sofort auf das Ergebnis.
Kalibriert auf die EFRAG-Kosten-Nutzen-Analyse vom Dezember 2025, in der 106 Berichtsersteller ihre tatsächlichen Kosten des ersten CSRD-Berichtsjahres offengelegt haben, sowie auf veröffentlichte Listenpreise und reale Vertragsdaten aus dem Beschaffungsmarkt.
Modellrechnung von Find Your ESG. Ankerwerte aus der EFRAG-Kosten-Nutzen-Analyse zu den geänderten ESRS vom Dezember 2025, aus veröffentlichten Listenpreisen und aus realen Vertragsdaten. Ersetzt kein individuelles Angebot. Vollständige Herleitung im Abschnitt Rechenmodell weiter unten sowie auf ESG-Software Kosten 2026.
Die meisten Kostenrechner im Netz sind Blackboxen mit drei Größenklassen und einem Aufschlag. Dieser hier legt offen, wie er rechnet, damit Sie die Zahlen prüfen, kritisieren und in Ihrer eigenen Kalkulation nachbauen können.
Alle Ankerwerte stammen aus benannten Quellen mit Jahresangabe. Wo keine belastbare Quelle existiert, steht das ausdrücklich dabei.
Mitarbeiterzahl allein bildet die Komplexität eines ESG-Reportings schlecht ab. Ein Handelshaus mit 300 Beschäftigten und 900 Millionen Euro Umsatz hat mehr Wirtschaftstätigkeiten, mehr Taxonomie-KPI und mehr Lieferantenbeziehungen als ein Pflegedienst mit 3.000 Beschäftigten und 200 Millionen Euro Umsatz.
MAeq = Umsatz in Mio. € × 5 MAeff = MA^0,75 × MAeq^0,25 begrenzt auf 0,55 bis 2,2 × MADer Faktor 5 entspricht einem Referenzumsatz von 200.000 Euro je Beschäftigtem. Die Gewichtung 75 zu 25 sorgt dafür, dass die Kopfzahl dominiert, der Umsatz aber spürbar wirkt. Das behebt eine Schwäche vieler Rechner, in denen das Umsatzfeld nur eine Schwelle schaltet und sonst wirkungslos bleibt.
Statt drei Preisstufen mit Sprüngen an den Grenzen interpoliert der Rechner logarithmisch zwischen elf Ankerpunkten. Die Kurve ist damit stetig, es gibt keinen künstlichen Preissprung bei genau 250 oder 1.000 Beschäftigten.
| MAeff | Median-Jahreslizenz |
|---|---|
| 10 | 800 € |
| 50 | 1.800 € |
| 250 | 6.500 € |
| 1.000 | 25.000 € |
| 5.000 | 80.000 € |
| 25.000 | 195.000 € |
Belegt durch die veröffentlichten Staffeln von ESG Lift (590 bis 1.590 €), CSRD Easy (490 bis 2.490 €) und multiplye (1.999 €) im unteren Bereich sowie durch reale Vertragsdaten der Beschaffungsplattform Vendr im oberen Bereich: Workiva Median 49.957 US-Dollar aus 160 Käufen, Watershed Median 70.031 US-Dollar. Obergrenze verankert an Salesforce Net Zero Cloud mit 210.000 Euro pro Organisation und Jahr, dem einzigen großen Anbieter mit öffentlichem Enterprise-Listenpreis.
Nicht die Größe entscheidet über die Kosten, sondern der Berichtsrahmen. Ein Voluntary-Standard-Basisbericht und ein testierter ESRS-Bericht sind unterschiedliche Produkte, keine Größenvarianten desselben Produkts.
| Rahmen | Lizenzfaktor | Basis-Personentage |
|---|---|---|
| VS Basic (B1–B11) | 0,50 | 12 PT |
| VS Comprehensive (C1–C9) | 0,78 | 30 PT |
| ESRS freiwillig | 0,95 | 110 PT |
| CSRD-Pflicht | 1,10 | 260 PT |
Die Personentage skalieren mit MAeff hoch 0,35 bis 0,50. Ankerpunkt ist die EFRAG-Erhebung: 2,2 Vollzeitäquivalente für einen CSRD-Erstbericht bei Unternehmen unter 10.000 Beschäftigten, 11,4 bei größeren. Die Werte für die freiwilligen Rahmen sind an Praxisdaten für VSME-Berichte angelehnt, 8 bis 15 Personentage für das Basis-Modul, 20 bis 30 für das umfassende Modul.
Die Implementierung liegt damit zwischen 35 und 80 Prozent einer Jahreslizenz, bei niedriger Datenreife bis zum 1,35-fachen davon. Marktbeobachtungen nennen 30 bis 50 Prozent Aufschlag auf die Softwarekosten im ersten Jahr und 2.000 bis 20.000 Euro absolute Onboarding-Kosten.
Standortfaktor Lizenz = 1 + 0,22 × ln(n), max 1,65 Standortfaktor Impl. = 1 + 0,32 × ln(n), max 2,00Degressiv statt linear, weil die zweite Gesellschaft im Konsolidierungskreis deutlich mehr Aufwand verursacht als die fünfzehnte. Modulzuschläge sind auf 45 Prozent Lizenz und 70 Prozent Implementierung gedeckelt, weil sich Scope 3 und Lieferkette inhaltlich überschneiden und Anbieter Bundles rabattieren.
Zwei Stützpunkte aus der EFRAG-Erhebung spannen die Kurve auf: 100.000 Euro externes Prüfungshonorar bei Unternehmen unter 10.000 Beschäftigten, 800.000 Euro bei Konzernen darüber. Der Erstjahresaufschlag von 30 Prozent folgt der Beobachtung, dass Erstprüfungen rund ein Drittel teurer sind als Folgeprüfungen.
Wichtig: Das Prüfungshonorar hat nichts mit dem Softwarepreis zu tun. Ein verbreiteter Modellfehler ist, Assurance als Prozentsatz der Jahreslizenz anzusetzen. Ein Wirtschaftsprüfer rechnet nach Stunden und Prüfungsrisiko, nicht nach Ihrem Softwarevertrag.
Assurance fällt nur bei CSRD-Pflicht automatisch an. Wer freiwillig ein Testat für Banken oder Ausschreibungen beauftragt, kann das im Rechner zuschalten, angesetzt mit 30 Prozent des Pflichthonorars.
Ein pauschaler Aufschlag von 30 oder 60 Prozent auf alles ist bequem, aber falsch. Eine verhandelte Lizenz weicht selten um 60 Prozent ab, ein Implementierungsprojekt sehr wohl. Deshalb bekommt jeder Block eine eigene Unsicherheitsspanne.
| Block | Realistisch | Konservativ |
|---|---|---|
| Lizenz | +8 % | +20 % |
| Implementierung | +30 % | +70 % |
| Interner Aufwand | +25 % | +55 % |
| Externe Beratung | +25 % | +60 % |
| Prüfung | +15 % | +40 % |
| Datenbanken | +10 % | +25 % |
Für die Folgejahre setzt der Rechner an: interner Aufwand 60 Prozent, externe Beratung 45 Prozent des Erstjahreswerts. Beides folgt der EFRAG-Beobachtung, dass interne Kosten um rund 40 Prozent und externe Beratung um 50 bis 70 Prozent sinken, Prüfung dagegen kaum.
Die folgenden Spannen sind der Median über sechs unabhängige Preisquellen, umgerechnet auf reine Jahreslizenz im Basisumfang, also ohne Zusatzmodule und ohne Implementierung. Sie bilden die Ankerkurve des Rechners ab.
Wichtig zur Einordnung: Nur 10 von 28 untersuchten ESG-Plattformen veröffentlichen ihre Preise überhaupt. Der Bruch verläuft exakt an der Segmentgrenze. Alle Anbieter mit Preisseite adressieren KMU bis rund 500 Beschäftigte. Sobald CSRD-Volltiefe, Multi-Entity-Konsolidierung oder Prüfungsfähigkeit gefragt sind, verschwindet der Preis ausnahmslos.
| Größenklasse | Jahreslizenz, Spanne | Median im Rechner | Implementierung einmalig | Typischer Berichtsrahmen |
|---|---|---|---|---|
| Bis 50 BeschäftigteSelbstbedienungstools, VSME-Basisbericht, kein Testat | 490 – 2.500 € | 1.800 € | 0 – 3.000 € | Voluntary Standard, Basic |
| 50 bis 250 BeschäftigteKMU-Plattform mit CO2-Rechner und Fragebogenanbindung | 2.000 – 12.000 € | 6.500 € | 1.500 – 8.000 € | Voluntary Standard, Basic bis Comprehensive |
| 250 bis 1.000 BeschäftigteMittelstandssystem, ERP-Anbindung, mehrere Gesellschaften | 10.000 – 50.000 € | 25.000 € | 8.000 – 35.000 € | Voluntary Standard Comprehensive, ESRS freiwillig |
| 1.000 bis 5.000 BeschäftigteKonsolidierung, Audit-Trail, Taxonomie, Scope 3 | 30.000 – 120.000 € | 55.000 € | 25.000 – 100.000 € | ESRS freiwillig oder CSRD-Pflicht |
| Über 5.000 BeschäftigteKonzernsuite, Multi-Entity, XBRL-Tagging, Assurance-Readiness | 80.000 – 250.000 € | 130.000 € | 60.000 – 250.000 € | CSRD-Vollreporting mit Limited Assurance |
Frühere Spannen auf dieser Website nannten für Unternehmen bis 250 Beschäftigte 3.000 bis 15.000 Euro Jahreslizenz. Diese Zahl stammte aus einer einzelnen Anbieterquelle. Die Auswertung der veröffentlichten Preislisten zeigt, dass der reale Einstieg deutlich tiefer liegt: 490 Euro bei CSRD Easy, 590 Euro bei ESG Lift, 1.999 Euro bei multiplye. Die Untergrenze wurde entsprechend nach unten korrigiert.
Umgekehrt lag die Obergrenze für Konzerne mit „ab 40.000 Euro“ deutlich zu niedrig. Reale Vertragsdaten und veröffentlichte Enterprise-Listenpreise liegen um ein Vielfaches höher. Beide Korrekturen sind in die Ankerkurve des Rechners eingeflossen.
Diese Tabelle ersetzt die älteren Angaben auf ESG-Software Kosten 2026 und im Hub ESG-Software Vergleiche und Kosten, die derzeit noch abweichende Spannen ausweisen.
Diese Tabelle enthält ausschließlich Preise, die am 14. August 2026 öffentlich nachprüfbar waren: auf Herstellerpreisseiten, in offiziellen Preisdokumenten oder als reale Vertragsdaten einer Beschaffungsplattform. Kein Wert stammt aus einem Vertriebsgespräch, keiner ist geschätzt.
Die zweite Gruppe zeigt Anbieter, die nachweislich keinen Preis veröffentlichen. Auch das ist eine Information: Wer im DACH-Kernmarkt vergleicht, bekommt bei Envoria, VERSO, Tanso, Cozero, osapiens, Code Gaia, Daato und ClimatePartner keine Zahl ohne Vertriebstermin.
| Anbieter | Segment | Preis pro Jahr | Preismodell | Belegart |
|---|---|---|---|---|
Salesforce Net Zero CloudGrowth Edition |
Konzern | 210.000 €inkl. 1 CRM-Lizenz |
Flat je Organisation | Herstellerpreisseite |
Microsoft Sustainability ManagerPremium |
Konzern | 144.000 USD12.000 USD je Monat |
Je Mandant, User separat | Offizielles Preisdokument |
Microsoft Sustainability ManagerEssentials |
Gehobener Mittelstand | 48.000 USD4.000 USD je Monat |
Je Mandant, User separat | Offizielles Preisdokument |
WatershedCarbon Accounting |
Konzern | 70.031 USD Median20.619 bis 158.138 USD |
Individuell verhandelt | Reale Vertragsdaten |
WorkivaReporting und Disclosure |
Konzern | 49.957 USD Median12.596 bis 153.530 USD, n = 160 |
Individuell, im Mittel 11 % Rabatt | Reale Vertragsdaten |
EcoVadisRating, Käufersicht |
Mittelstand | 29.082 USD MedianLieferantensicht 1.080 bis 7.650 € |
Nach Unternehmensgröße und Land | Reale Vertragsdaten |
CDPMeldegebühr Europa 2026 |
Gebühr, keine Software | 2.975 € / 7.200 €Foundation / Enhanced |
Je Meldung und Jahr | Offizielle Gebührenordnung |
CSRD EasyBusiness, 250 bis 500 MA |
KMU | 2.490 €unbegrenzt User und Standorte, API |
Flat nach Mitarbeiterzahl | Herstellerpreisseite |
multiplyeStandardpaket |
KMU | 1.999 €Setup und Beratung 5.000 bis 15.000 € einmalig |
Flat plus Setup | Herstellerpreisseite |
ESG LiftMittelstand, 50 bis 250 MA |
KMU | 1.590 €ausdrücklich ohne Setup-Gebühr |
Flat nach Mitarbeiterzahl | Herstellerpreisseite |
CSRD EasySolo, unter 20 MA |
Mikro | 490 €1 Standort, 1 User, VSME B1 bis B11 |
Flat | Herstellerpreisseite |
EFRAG-Template, DNK-Plattform, ecocockpitöffentlich geförderte Werkzeuge |
Mikro bis KMU | 0 €kein Audit-Trail, keine Konsolidierung |
Kostenlos | Betreiberangabe |
Envoria, VERSO, Tanso, Cozero, osapiens, Code Gaia, Daato, ClimatePartner, Atlas Metrics, ESG-X, cubemosDACH-Kernanbieter |
alle Segmente | keine AngabePreis nur im Vertriebsgespräch |
individuell | Prüfung 14.08.2026 |
SAP, IBM Envizi, Greenomy, Sphera, Position Green, Sweepinternationale Anbieter |
Mittelstand bis Konzern | keine AngabeIBM veröffentlicht nur die Preismetrik, keine Beträge |
individuell | Prüfung 14.08.2026 |
Die realen Vertragsdaten sind das stärkste Argument am Tisch. Wenn der Median über 160 abgeschlossene Workiva-Verträge bei rund 50.000 US-Dollar liegt, die Spanne aber bis 153.530 US-Dollar reicht, dann ist ein Angebot am oberen Rand kein Marktpreis, sondern eine Verhandlungsposition. Im Mittel wurden 11 Prozent Rabatt erzielt.
Bei den DACH-Anbietern ohne öffentliche Preise gilt: Fordern Sie eine Aufschlüsselung nach Lizenz, Implementierung, Schulung, Support und Modulen an, bevor Sie über eine Gesamtsumme sprechen. Ein Angebot mit einer einzigen Zahl lässt sich nicht vergleichen und nicht nachverhandeln.
Die Zuschläge sind keine runden Marketingzahlen, sondern Erfahrungswerte aus Angebotsvergleichen im Find-Your-Software-Netzwerk. Sie wirken prozentual auf Lizenz und Implementierung, zusätzlich auf den internen Personalaufwand, und sind bei Mehrfachauswahl gedeckelt.
Der Deckel bei 45 Prozent Lizenz und 70 Prozent Implementierung ist kein Rechentrick. Scope 3 und Lieferkettensorgfalt greifen auf dieselbe Lieferantendatenbasis zu, Anbieter rabattieren Bundles, und niemand zahlt für sechs Module den sechsfachen Einzelzuschlag.
Vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette auf Basis von Sekundärdaten und Emissionsfaktoren, ohne Lieferantenbefragung. Der Einstieg in die Kategorien 1 bis 15 des GHG Protocol.
Erhebung echter Lieferantendaten über ein Portal statt Hochrechnung aus Ausgaben. Der teuerste Sprung im gesamten Modell, weil nicht die Software, sondern das Onboarding der Lieferanten die Kosten treibt.
Prüfung der Taxonomiefähigkeit und -konformität der Wirtschaftstätigkeiten, Berechnung der Umsatz-, CapEx- und OpEx-Kennzahlen. Seit der Delegierten Verordnung (EU) 2026/73 mit vereinfachten Meldebögen.
Risikoanalyse, Präventionsmaßnahmen und Beschwerdeverfahren. Das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz gilt formal weiter, die BAFA-Berichtsprüfung ist seit dem 7. November 2025 jedoch vollständig eingestellt.
Digitale Gefährdungsbeurteilungen, Gefahrstoffkataster, Unterweisungsmanagement und Unfallstatistik. Speist gleichzeitig die ESRS-Angaben zu Gesundheit und Sicherheit.
Zwei kleinere, aber häufig übersehene Blöcke. CBAM verlangt Quartalsmeldungen zu eingebetteten Emissionen importierter Waren. Die Ratinganbindung bedient EcoVadis, CDP und Kundenfragebögen aus derselben Datenbasis.
Alle Zahlen stammen aus dem Rechner oben im Basisszenario, sind also reproduzierbar. Geben Sie dieselben Werte ein und Sie erhalten dieselben Ergebnisse. Der Wert in Klammern hinter der Fünfjahressumme zeigt jeweils das realistische Szenario.
Die Software macht 14 Prozent aus, die eigene Arbeitszeit 78 Prozent. Wer hier nur den Lizenzpreis von 900 Euro budgetiert, unterschätzt die Belastung um den Faktor sieben. Genau das passiert in Kalkulationen, die interne Personentage mit null Euro bewerten.
Der klassische Mittelstandsfall. Nicht berichtspflichtig, aber von Kunden zur Datenlieferung gedrängt. Software und Implementierung machen 46 Prozent aus, das ist der einzige Fall, in dem die Systemauswahl tatsächlich den größten Hebel darstellt.
Beide Pflichtschwellen überschritten, erste Berichtspflicht für das Geschäftsjahr 2027. Der interne Aufwand von 2,2 Vollzeitäquivalenten entspricht exakt dem EFRAG-Median für Erstberichterstatter. Software und Implementierung zusammen: 30 Prozent.
Fünf Module gleichzeitig, deshalb greift der Zuschlagsdeckel. Zum Vergleich: EFRAG erhob für Konzerne über 10.000 Beschäftigte Median-Gesamtkosten von 1,97 Mio. Euro im Erstjahr. Die Differenz erklärt sich durch den vollständigen Softwarestack, den EFRAG nicht misst, und durch die hier gewählte Volltiefe.
Zwischen Fall 2 und Fall 3 liegen 1.000 Beschäftigte, aber Faktor elf beim Fünfjahres-TCO. Nur ein Bruchteil davon entfällt auf Software. Den Sprung verursachen die ESRS-Berichtstiefe mit dem daraus folgenden internen Aufwand und das Prüfungshonorar, das es unterhalb der Schwelle schlicht nicht gibt.
Für Unternehmen zwischen 700 und 1.000 Beschäftigten mit 300 bis 450 Millionen Euro Umsatz ist das planungsrelevant. Der Rechner blendet in diesem Bereich automatisch einen Hinweis mit dem Vergleichswert bei Pflichteintritt ein.
Ein Rechner, der alles behauptet zu können, ist unseriös. Die folgenden sechs Blöcke sind real und teilweise erheblich, lassen sich aber nicht aus drei Zahlen ableiten. Sie gehören in Ihre Kalkulation, nicht in dieses Modell.
Der erste große Posten und der einzige, für den es einen offiziellen Preisanker gibt. EFRAG beziffert die Ersparnis durch die Streichung der Wesentlichkeitsanalyse im überarbeiteten Voluntary Standard auf 6.000 bis 20.000 Euro je Ersteller.
Kein System liefert Zahlen, die es nicht bekommt. Verbrauchsdaten aus Zählern, Fuhrparkdaten, Abfallmengen, Personalkennzahlen aus mehreren Systemen: Diese Arbeit fällt vor der Softwareeinführung an und ist von der Systemwahl weitgehend unabhängig.
Lizenzen für ecoinvent, GaBi oder vergleichbare Datensätze werden separat berechnet und sind in kaum einem Softwareangebot enthalten. Der Rechner setzt nur eine pauschale Basisgebühr an.
Die zweite Systemeinführung ist selten billiger als die erste. Historische Daten müssen migriert, Methodenbrüche dokumentiert und Vorjahresvergleiche neu aufgebaut werden. Prüfer verlangen dabei eine lückenlose Herleitung.
Dieser Rechner ist eine reine Kostensicht. Bessere Finanzierungskonditionen, gewonnene Ausschreibungen, identifizierte Energieeinsparungen und vermiedene Doppelarbeit bei Kundenfragebögen stehen auf der anderen Seite und werden hier nicht monetarisiert.
Für KMU gibt es Beratungsförderung auf Bundes- und Landesebene, die einen erheblichen Teil der externen Beratungskosten trägt. Der Rechner setzt keine Förderquote an, weil Programme und Quoten regional stark abweichen und sich laufend ändern.
Sortiert nach Wirkung auf das Gesamtbudget, nicht nach Verhandlungsaufwand. Die ersten drei Hebel wirken auf den internen Aufwand und die Prüfung, also auf die beiden größten Blöcke. Rabattverhandlungen zur Lizenz stehen bewusst weiter hinten.
| Hebel | Wirkt auf | Größenordnung | Was konkret zu tun ist |
|---|---|---|---|
| 01 · Berichtsrahmen ehrlich festlegenNicht mehr berichten als nötig | Alle Blöcke | bis 70 % | Prüfen Sie, ob Sie wirklich beide Pflichtschwellen überschreiten. Wer freiwillig nach dem Voluntary Standard berichtet statt nach vollen ESRS, spart im Modell den Löwenanteil. Der Value Chain Cap gibt Ihnen zudem das Recht, überschießende Kundenanfragen zurückzuweisen. |
| 02 · Datenkataster vor der AusschreibungErst Daten, dann Software | Implementierung, interner Aufwand | 20 – 35 % | Wer vor der Systemauswahl weiß, welche Kennzahl in welchem Quellsystem liegt, wer sie verantwortet und in welcher Qualität sie vorliegt, verkürzt die Implementierung erheblich. Der Rechner bildet das über den Faktor Datenreife ab: von Excel auf ERP-integriert sind das 41 Prozent weniger Aufwand. |
| 03 · Prüfungsfähigkeit früh mit dem Prüfer klärenVor dem Kauf, nicht nach dem Bericht | Prüfung, interner Aufwand | 15 – 30 % | Erstprüfungen sind rund 30 Prozent teurer als Folgeprüfungen. Ein großer Teil davon entsteht durch Nacharbeit an Audit-Trail, Methodendokumentation und Kontrollnachweisen. Lassen Sie sich vom Wirtschaftsprüfer vor der Systementscheidung sagen, welche Nachweise er sehen will. |
| 04 · Preisgleitklausel begrenzenDer leiseste Kostentreiber | Lizenz ab Jahr 2 | 10 – 25 % | Marktüblich sind 5 bis 10 Prozent Uplift je Verlängerung. Über fünf Jahre macht der Unterschied zwischen 3 und 8 Prozent bei 50.000 Euro Jahreslizenz rund 30.000 Euro aus. Verhandeln Sie eine Deckelung an einem Index, nicht am Ermessen des Anbieters. |
| 05 · Modulzuschnitt statt VollausbauKaufen, was Sie im Jahr 1 brauchen | Lizenz, Implementierung | 10 – 20 % | Scope 3 mit Primärdaten im ersten Jahr ist selten nötig. Ein Screening auf Sekundärdatenbasis ist für Limited Assurance meist dokumentierbar. Sichern Sie sich stattdessen den Preis für spätere Module vertraglich, damit der Ausbau nicht zum Nachverhandlungsanlass wird. |
| 06 · Beratungsförderung ausschöpfenNur für KMU, aber wirksam | Externe Beratung | bis 50 % | Bundes- und Landesprogramme fördern Beratungsleistungen für kleine und mittlere Unternehmen anteilig. Softwarelizenzen sind in der Regel nicht förderfähig, Beratung dagegen häufig. Der Antrag muss meist vor der Auftragsvergabe gestellt werden. |
| 07 · Mehrfachnutzung der DatenbasisEin Datensatz, viele Empfänger | Interner Aufwand | 10 – 20 % | Wenn dieselben Daten Bericht, EcoVadis-Rating, CDP-Meldung, Kundenfragebögen und Bankanfragen bedienen, entfällt Mehrfacherfassung. Das ist der stärkste Nutzenhebel im Mittelstand und rechtfertigt oft ein teureres System. |
| 08 · Rabatt und VertragslaufzeitDer letzte, nicht der erste Hebel | Lizenz | 8 – 15 % | Reale Vertragsdaten zeigen im Mittel 11 Prozent verhandelten Rabatt. Mehrjahresbindung bringt zusätzlich Nachlass, erhöht aber die Wechselkosten. Rechnen Sie beides gegeneinander, statt nur auf den Nachlass zu schauen. |
Stellen Sie im Rechner Datenreife von Excel auf ERP-integriert um und beobachten Sie, was mit dem Fünfjahres-TCO passiert. Bei einem Mittelständler mit 400 Beschäftigten sinkt er um mehr als das Doppelte des gesamten Lizenzpreises. Das ist die eigentliche Botschaft dieser Seite: Der größte Kostenhebel liegt nicht im Vertrag, sondern in Ihrer Datenorganisation.
Jede Zahl im Rechner hängt an einer Rechtsgrundlage. Diese Übersicht zeigt, welche Rechtsakte final sind, welche noch im Verfahren stehen und was das für Ihr Budget bedeutet. Stand: 14. August 2026.
Die wichtigste Unterscheidung für die Planung: Die EU-Ebene ist weitgehend entschieden, die deutsche Umsetzung nicht. Das CSRD-Umsetzungsgesetz ist zum Stichtag nicht in Kraft, Deutschland befindet sich seit dem 26. September 2024 in einem Vertragsverletzungsverfahren.
| Rechtsakt | Status | Kerninhalt | Kostenwirkung |
|---|---|---|---|
Richtlinie (EU) 2026/470, Omnibus IAmtsblatt 26.02.2026, in Kraft 18.03.2026 |
final | Berichtspflicht nur noch bei mehr als 1.000 Beschäftigten und mehr als 450 Mio. Euro Nettoumsatz, beide Kriterien kumulativ. Kapitalmarktorientierte KMU fallen vollständig heraus. | Rund 80 Prozent der bisher erfassten Unternehmen entfallen. In Deutschland statt rund 15.000 nur noch bis zu 3.900 Unternehmen. |
Delegierter Rechtsakt überarbeitete ESRSangenommen 03.07.2026, Einspruchsfrist läuft |
angenommen | 61 Prozent weniger verpflichtende Datenpunkte, 71 Prozent weniger inklusive freiwilliger. Standardumfang von 284 auf 185 Seiten. Top-down-Wesentlichkeit auf Themenebene. | EFRAG rechnet mit 3,7 Mrd. Euro Einsparung EU-weit über 2027 bis 2031, im Median 20 Prozent je Unternehmen. Verpflichtend für Geschäftsjahre ab 1. Januar 2027. |
Voluntary Standard, ehemals VSMEDelegierter Rechtsakt C(2026) 5011 vom 03.07.2026 |
angenommen | Basic Module B1 bis B11 und Comprehensive Module C1 bis C9 bleiben erhalten. Adressiert alle nicht berichtspflichtigen Unternehmen bis 1.000 Beschäftigte. Keine Wesentlichkeitsanalyse erforderlich. | Value Chain Cap: Berichtspflichtige dürfen von geschützten Unternehmen unter 1.000 Beschäftigten nicht mehr verlangen als der Standard vorsieht. Direkt kostensenkend für Zulieferer. |
Assurance-RegimeTeil der Richtlinie (EU) 2026/470 |
final | Dauerhaft nur begrenzte Prüfungssicherheit. Die ursprünglich vorgesehene Umstellung auf hinreichende Sicherheit wurde ersatzlos gestrichen. EU-Prüfungsstandard bis 1. Juli 2027. | Verhindert eine deutliche Honorarsteigerung. Reasonable Assurance hätte den größten Kostenblock nochmals erhöht. |
Delegierte Verordnung (EU) 2026/73, Taxonomiein Kraft 28.01.2026 |
final | Meldebögen von 78 auf 27 Datenpunkte reduziert. Wesentlichkeitsschwelle von 10 Prozent bei Umsatz, CapEx und OpEx. Anwendung rückwirkend ab Geschäftsjahr 2025, mit Wahlrecht zur Verschiebung. | Senkt den Aufwand im Taxonomie-Modul, ändert aber nichts an den zugrundeliegenden Berechnungen. Die Entlastung fällt in der Praxis geringer aus als beziffert. |
CSDDD nach Omnibus IUmsetzungsfrist 26.07.2028 |
final | Schwellen bei mehr als 5.000 Beschäftigten und mehr als 1,5 Mrd. Euro Umsatz. Risikobasierter Ansatz mit Fokus auf Tier 1. Klimatransitionsplan und harmonisierte zivilrechtliche Haftung gestrichen. | Erste Anwendung erst am 26. Juli 2029. Für den Mittelstand mittelfristig irrelevant, mit Ausnahme von Informationsanfragen großer Kunden. |
Deutsches CSRD-UmsetzungsgesetzBT-Drucksache 21/1857, Anhörung 13.04.2026 |
im Verfahren | Nicht in Kraft. Bis zur Verkündung gilt weiterhin das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz von 2017 mit der nichtfinanziellen Erklärung ab 500 Beschäftigten und freier Rahmenwerkwahl. | Keine gesetzliche ESRS-Pflicht und keine gesetzliche Prüfungspflicht nach CSRD-Maßstab. Wer heute berichtet, tut das faktisch freiwillig oder nach altem Recht. |
Deutsches LieferkettensorgfaltspflichtengesetzÄnderungsgesetz im Verfahren |
faktisch ausgesetzt | Formal weiter in Kraft ab 1.000 Beschäftigten. Das BAFA hat die Prüfung der Unternehmensberichte am 7. November 2025 vollständig eingestellt, eine Einreichung ist nicht mehr möglich. | Berichtspflicht de facto ausgesetzt, Kernpflichten zu Risikomanagement und Beschwerdeverfahren bleiben. Budget für reine LkSG-Berichtssoftware ist derzeit schwer zu rechtfertigen. |
Wer die Pflichtschwellen überschreitet, berichtet erstmals für das Geschäftsjahr 2027, veröffentlicht also 2028. Der Aufbau muss 2026 und 2027 laufen, die Kosten fallen entsprechend früher an als der erste Bericht. Der Rechner bildet mit dem Erstjahr genau dieses Aufbaujahr ab.
Wer darunter liegt, hat keinen gesetzlichen Termin, wohl aber Marktdruck. Für diese Gruppe ist der Voluntary Standard mit seinem Value Chain Cap das wirksamste Kosteninstrument, weil er die Anfragen großer Kunden rechtlich begrenzt.
Der Rechner liefert einen Rahmen, kein Angebot. Diese sechs Schritte führen von der Zahl auf dem Bildschirm zu einem belastbaren, vergleichbaren Vertrag. Rechnen Sie mit vier bis zwölf Wochen für den gesamten Auswahlprozess.
Prüfen Sie beide Schwellen der Richtlinie (EU) 2026/470 für den Konzernabschluss, nicht nur für die einzelne Gesellschaft. Halten Sie das Ergebnis schriftlich fest. Diese eine Entscheidung bestimmt bis zu 70 Prozent des Fünfjahresbudgets.
Listen Sie je Kennzahl das Quellsystem, den Verantwortlichen, die Erhebungsfrequenz und die aktuelle Datenqualität auf. Diese Tabelle ist die wertvollste Vorarbeit überhaupt und wird später Anlage zur Ausschreibung.
Fragen Sie vor der Systementscheidung, welche Nachweise, Kontrollen und Methodendokumentationen er für die begrenzte Prüfungssicherheit sehen will. Nacharbeit nach dem ersten Bericht ist der teuerste Weg.
Der ESG-Markt umfasst deutlich über hundert Systeme in sechs Disziplinen. Reduzieren Sie auf drei bis fünf Kandidaten anhand von Berichtsrahmen, Konsolidierungsfähigkeit, Schnittstellen und Prüfungsfähigkeit, nicht anhand von Anbieterbekanntheit.
Verlangen Sie getrennte Positionen für Lizenz, Implementierung, Schulung, Support, Module und Schnittstellen sowie eine verbindliche Aussage zur jährlichen Preisanpassung. Ein Angebot mit einer einzigen Summe ist nicht vergleichbar.
Vier bis acht Wochen mit einem realen Datensatz aus dem letzten Geschäftsjahr, nicht mit Demodaten. Testen Sie Import, Konsolidierung, Audit-Trail und Export. Erst danach unterschreiben, mit fixierter Preisgleitklausel und zugesichertem Datenexport.
Sechzehn Antworten zu Rechenweg, Datenbasis, Rechtslage und Belastbarkeit der Ergebnisse. Jede Antwort ist für sich lesbar.
Der Rechner liefert einen Budgetrahmen mit einer typischen Streuung von plus minus 30 Prozent, kein Angebot. Er ist auf die EFRAG-Kosten-Nutzen-Analyse vom Dezember 2025 kalibriert, in der 106 Berichtsersteller ihre tatsächlichen Kosten des ersten CSRD-Berichtsjahres offengelegt haben, sowie auf veröffentlichte Listenpreise und reale Vertragsdaten. Für die Budgetplanung und für die Bewertung eingehender Angebote reicht das. Für eine Investitionsentscheidung brauchen Sie mindestens drei aufgeschlüsselte Angebote.
Weil er sechs statt zwei Kostenblöcke rechnet. Ältere Kalkulationen bewerteten den internen Personalaufwand mit null Euro und blendeten die Wirtschaftsprüfer-Assurance aus. Nach der EFRAG-Erhebung machen genau diese beiden Blöcke zusammen 65 bis 78 Prozent der realen Gesamtkosten aus. Wer sie weglaesst, rechnet ein Zehntel der Wahrheit.
Die reine Jahreslizenz liegt bei einem Unternehmen mit 250 Beschäftigten je nach Berichtsrahmen zwischen 3.000 und 12.000 Euro, im Median bei rund 6.500 Euro. Dazu kommen 3.000 bis 10.000 Euro einmalige Implementierung. Der größere Posten ist der interne Aufwand: rund 30 Personentage für einen Bericht nach dem umfassenden Modul des Voluntary Standard, bei 400 Euro Tagessatz also 12.000 Euro. Gesamtkosten im ersten Jahr typischerweise 24.000 bis 32.000 Euro.
Nach Richtlinie (EU) 2026/470, im Amtsblatt am 26. Februar 2026 veröffentlicht und seit dem 18. März 2026 in Kraft, besteht die Pflicht nur bei mehr als 1.000 Beschäftigten im Jahresdurchschnitt und mehr als 450 Millionen Euro Nettoumsatz. Beide Kriterien müssen kumulativ erfüllt sein. Die Bilanzsumme spielt als eigenständiges Größenkriterium keine Rolle mehr. Kapitalmarktorientierte kleine und mittlere Unternehmen sind vollständig aus dem Anwendungsbereich gestrichen. Erste Anwendung für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2027.
Nein. Das deutsche CSRD-Umsetzungsgesetz ist zum 14. August 2026 nicht in Kraft. Der Regierungsentwurf liegt als Bundestagsdrucksache 21/1857 vor, die öffentliche Anhörung im Rechtsausschuss fand am 13. April 2026 statt. Bis zur Verkündung gilt weiterhin das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz von 2017 mit der nichtfinanziellen Erklärung ab 500 Beschäftigten und freier Rahmenwerkwahl. Eine gesetzliche ESRS-Pflicht und eine gesetzliche Prüfungspflicht nach CSRD-Maßstab bestehen in Deutschland derzeit nicht.
Weil ein Wirtschaftsprüfer nach Stunden und Prüfungsrisiko abrechnet, nicht nach Ihrem Softwarevertrag. EFRAG erhob für das erste Berichtsjahr externe Prüfungshonorare von 100.000 Euro bei Unternehmen unter 10.000 Beschäftigten und 800.000 Euro bei größeren. Zusammen mit dem internen Prüfungssupport absorbiert die Assurance bei großen Berichtserstellern über 50 Prozent aller Ressourcen. Die Softwarelizenz liegt bei 3,5 bis 10,6 Prozent.
Weil dieser Zusammenhang nicht existiert. Ein weit verbreiteter Modellfehler ist, das Prüfungshonorar mit 15 bis 25 Prozent der Jahreslizenz anzusetzen. Damit würde ein Unternehmen, das ein günstigeres System wählt, automatisch weniger Prüfungshonorar zahlen, was offensichtlich falsch ist. Dieser Rechner leitet die Assurance stattdessen aus der Unternehmensgröße ab, mit zwei Stützpunkten aus der EFRAG-Erhebung und einem Erstjahresaufschlag von 30 Prozent.
Ja, durchgehend. Der Rechner bildet aus Mitarbeiterzahl und Umsatz eine effektive Unternehmensgröße: MAeff gleich Mitarbeiterzahl hoch 0,75 mal Umsatzäquivalent hoch 0,25. Das Umsatzäquivalent ergibt sich aus dem Umsatz in Millionen Euro mal fünf, entsprechend 200.000 Euro Referenzumsatz je Beschäftigtem. Ein umsatzstarkes Handelsunternehmen mit wenig Personal liegt damit höher als ein personalintensiver Dienstleister mit gleicher Kopfzahl. Der Umsatz ist zusätzlich eines der beiden Pflichtkriterien.
Basis ist der Modellwert ohne Zuschlag. Realistisch und konservativ legen blockweise unterschiedliche Unsicherheitsspannen darauf, weil sich die Blöcke unterschiedlich verhalten. Eine verhandelte Lizenz weicht selten um mehr als 20 Prozent ab, ein Implementierungsprojekt sehr wohl um 70 Prozent. Konkret: Lizenz plus 8 beziehungsweise 20 Prozent, Implementierung plus 30 beziehungsweise 70 Prozent, interner Aufwand plus 25 beziehungsweise 55 Prozent, Beratung plus 25 beziehungsweise 60 Prozent, Prüfung plus 15 beziehungsweise 40 Prozent. Für die Budgetfreigabe empfiehlt sich das realistische Szenario.
Weil die Kosten ab Jahr 2 nicht so stark sinken, wie üblicherweise angenommen. Laut EFRAG ist rund die Hälfte der internen wie externen Kosten wiederkehrend. Die internen Kosten fallen um etwa 40 Prozent, die externe Beratung um 50 bis 70 Prozent, die Prüfungskosten dagegen kaum. Jahr 2 kostet damit realistisch 60 bis 70 Prozent von Jahr 1. Zusammen mit einer jährlichen Preissteigerung von 5 bis 10 Prozent auf die Lizenz zeigt erst der Fünfjahreshorizont die echte Belastung.
Der Voluntary Standard, bis 2026 als VSME bezeichnet, ist der freiwillige Berichtsstandard für nicht berichtspflichtige Unternehmen bis 1.000 Beschäftigte. Er wurde am 3. Juli 2026 als delegierter Rechtsakt C(2026) 5011 angenommen. Das Basic Module umfasst elf Angaben von B1 Grundlagen der Erstellung bis B11 Korruption und Bestechung. Das Comprehensive Module ergänzt neun Angaben C1 bis C9 zu Strategie, Klimazielen, Klimarisiken, Menschenrechtsprozessen und Wertschöpfungskettenmanagement. Eine Wesentlichkeitsanalyse ist in beiden Fällen nicht erforderlich.
Der Value Chain Cap begrenzt, welche Informationen berichtspflichtige Unternehmen von ihren Geschäftspartnern verlangen dürfen. Von geschützten Unternehmen mit weniger als 1.000 Beschäftigten darf nicht mehr abgefragt werden, als der Voluntary Standard vorsieht. Überschießende Anfragen können rechtlich zurückgewiesen werden. Wichtig ist die Einschränkung: Der Cap umfasst nur die wesentlichen Datenpunkte nach Anhang II des Rechtsakts. Reduktionsziele, Klimarisiken und vollständige Scope-3-Emissionen liegen außerhalb.
Von 28 untersuchten ESG-Plattformen zeigen nur zehn ihre Preise öffentlich. Der Bruch verläuft exakt an der Segmentgrenze: Alle Anbieter mit Preisseite adressieren KMU bis etwa 500 Beschäftigte, wo Selbstbedienung und schnelle Kaufentscheidung funktionieren. Sobald CSRD-Volltiefe, Multi-Entity-Konsolidierung oder Prüfungsfähigkeit gefragt sind, verschwindet der Preis ausnahmslos. Bei den DACH-Kernanbietern Envoria, VERSO, Tanso, Cozero, osapiens, Code Gaia, Daato und ClimatePartner existiert kein einziger öffentlicher Preis.
Der Rechner zeigt dazu einen direkten Fünfjahresvergleich. Die Excel-Variante spart Lizenz und Implementierung, kostet dafür 65 bis 85 Prozent mehr interne Personentage und bietet keinen Audit-Trail. Bei kleinen Unternehmen ohne Prüfungspflicht kann Excel über fünf Jahre knapp mithändeln. Sobald mehrere Standorte, mehrere Datenquellen oder eine Prüfung ins Spiel kommen, kippt die Rechnung deutlich zugunsten eines Systems. Der Kipppunkt liegt erfahrungsgemäß zwischen 100 und 250 Beschäftigten.
Der Rechner arbeitet mit einem Vollkostensatz je Personentag, voreingestellt auf 400 Euro. Das entspricht rund 88.000 Euro Jahresvollkosten je Vollzeitkraft inklusive Lohnnebenkosten und Gemeinkosten. Für Sachbearbeitung sind 250 bis 350 Euro angemessen, für Fach- und Führungskräfte im Nachhaltigkeits- oder Finanzbereich 450 bis 700 Euro. Zum Vergleich: Externe Beratung kostet nach der BDU-Honorarstudie 2025 im Mittel 1.300 Euro je Beratertag.
Als Budgetrahmen und als Prüfmaßstab für eingehende Angebote ja. Als Leistungsbeschreibung nein. Fordern Sie von jedem Anbieter getrennte Positionen für Lizenz, Implementierung, Schulung, Support, Module und Schnittstellen sowie eine verbindliche Aussage zur jährlichen Preisanpassung. Angebote, die deutlich außerhalb des konservativen Szenarios liegen, sollten Sie sich erklären lassen. Reale Vertragsdaten zeigen im Mittel 11 Prozent verhandelten Rabatt gegenüber dem Erstangebot.
Sie haben jetzt eine Zahl. Was fehlt, sind die drei bis fünf Systeme, die zu Ihrem Berichtsrahmen, Ihren Schnittstellen und Ihrer Datenlage passen. Der ESG-Navigator gleicht Ihre Anforderungen anbieterneutral gegen den Marktradar ab, in sechs Minuten und ohne Registrierungspflicht.
Methodik und Aktualität: Alle Preisangaben auf dieser Seite stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen mit Jahresangabe oder sind ausdrücklich als Modellrechnung von Find Your ESG gekennzeichnet. Rechtsstand ist der 14. August 2026, berücksichtigt sind die Richtlinie (EU) 2026/470 vom 24. Februar 2026, der delegierte Rechtsakt zu den überarbeiteten ESRS vom 3. Juli 2026, der delegierte Rechtsakt C(2026) 5011 zum Voluntary Standard und die Delegierte Verordnung (EU) 2026/73 zur EU-Taxonomie. Der Rechner ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung und kein individuelles Angebot.